Heißer Sommer, hohe Preise: weniger Lindt-Schokolade gekauft

Wegen hoher Preise und heißem Wetter greifen viele seltener zu Schokolade. Lindt & Sprüngli korrigiert deshalb die Umsatzprognose nach unten.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Verbraucher zögern im heißen Sommer bei Schokolade. (Archivbild)
Verbraucher zögern im heißen Sommer bei Schokolade. (Archivbild) © Andreas Arnold/dpa
Kilchberg

Heiße Sommer, hohe Preise: Das schränkt laut Herstellern den Schokoladenkonsum ein. Der Schweizer Konzern Lindt & Sprüngli muss seine Umsatzprognose nach unten anpassen. Statt mit vier bis sechs Prozent Wachstum rechnet er jetzt nur noch mit höchstens zwei Prozent Wachstum, wie das Unternehmen in Kilchberg bei Zürich mitteilt. 

"Hohe Preissensibilität" nennt Lindt die Tatsache, dass Verbraucher eher verzichten, wenn die Preise hoch sind. Deshalb sei das Auftragsvolumen vor allem in Deutschland, der Schweiz und Österreich unter den Erwartungen geblieben. Zudem habe die extreme Hitze diesen Sommer in Europa den Umsatz der gesamten Schokoladenindustrie gebremst. 

Der Konzern reagiert darauf mit teilweise niedrigeren Preisen und Rabattaktionen. Die bekannten Schoko-Weihnachtsmänner von Lindt werden hierzulande derzeit etwas günstiger angeboten als Ende 2025. Der Preis für die 70-Gramm-Variante sank von 3,99 auf 3,69 Euro. An seinem Geschäft in Düsseldorf warb Lindt in den vergangenen Wochen mit großen Aufstellern für Preissenkungen. Tafeln der Produktlinie Excellence waren von 4,99 auf 2,99 Euro reduziert.

Für das kommende Jahr rechnet das Schweizer Traditionsunternehmen mit tieferen Kakaopreisen. Es will weitere Kosten einsparen, mehr in seine Marken investieren, neue Produkte auf den Markt bringen und verspricht "eine angepasste Preisstrategie". Lindt produziert mit einer Belegschaft von weltweit gut 15.000 Mitarbeitenden an zwölf Standorten in Europa und den USA und hat 650 eigene Shops. Der Umsatz der Gruppe lag 2025 bei 5,9 Milliarden Franken (gut 6,2 Mrd. Euro).

Schokolade verteuerte sich in den vergangenen Jahren deutlich. Laut Statistischem Bundesamt war eine Tafel Schokolade im August im Schnitt 69 Prozent teurer als 2020. Grund waren befürchtete Ernteausfälle in Westafrika durch Pflanzenkrankheiten und Extremwetter. Hersteller und Händler gaben die gestiegenen Rohstoffkosten an Kunden weiter. Zu Jahresbeginn sanken die Rohkakaopreise an den Börsen wieder deutlich, weil mehr Kakao geerntet wurde. Daraufhin senkten große Lebensmitteleinzelhändler die Verkaufspreise zahlreicher Eigenmarkenprodukte wieder.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.