Handy-Hysterie

Die mögliche Strahlung liegt ebenso im Diffusen wie die Vorwände der Handy-Gegner. Michael Heinrich über die vermeintlichen Gefahren durch Mobiltelefone.
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Ein Mann telefoniert mit seinem Handy  in der Nähe eines Mobilfunkmastens
ap 2 Ein Mann telefoniert mit seinem Handy in der Nähe eines Mobilfunkmastens
Michael Heinrich.
Ronald Zimmermann 2 Michael Heinrich.

Die mögliche Strahlung liegt ebenso im Diffusen wie die Vorwände der Handy-Gegner. Michael Heinrich über die vermeintlichen Gefahren durch Mobiltelefone.

Das hat nichts mit Wissenschaftshörigkeit zu tun: Die groß angelegte Mobilfunk-Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz müsste, nein muss, jetzt sämtliche Mutmaßungen beseitigen, das Benutzen von Handys könne zu Kopfschmerzen oder gar Krebs führen. Doch die Skeptiker und Kritikaster werden nicht verstummen.

Strahlung kann man nicht sehen, sie schmeckt und riecht nicht – und genauso im Diffusen liegen die Vorwände der Handy-Gegner. Es gibt keine einzige Studie, die zweifelsfrei eine Krebsgefahr nachweist – obwohl das mit heutigen mikrobiologischen Methoden sehr gut möglich wäre.

Dass nun die gesundheitliche Gefährdung für Kinder unter 12 Jahren – sie waren in der Studie ausgenommen – untersucht wird, ist wichtig und richtig.

Komisch: Mehr als 80 Prozent der Deutschen besitzt mindestens ein Handy, die Hälfte der Bevölkerung hält aber Handystrahlung für gesundheitsgefährdend. Diese Diskrepanz macht deutlich: Wir nutzen begierig jede Technik, die uns das Leben leichter macht, halten sie aber mehr oder weniger insgeheim für Teufelszeug – man denke nur an die viel beschworenen Gefahren durch den Elektrosmog, der uns umgibt.

Dabei lässt sich der Strahlenmix von Schnurlostelefonen, Mikrowelle, WLAN und Computer – durch Eigenverantwortlichkeit und Disziplin – reduzieren. Doch das ist allemal schwieriger und aufwändiger, als diverse Gesundheitsgefahren zu beschwören.

Der Autor ist Redakteure der Abendzeitung

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