Hammer Raumstylisten GmbH meldet Insolvenz an

Die Fachmarktkette Hammer ist erst seit Herbst 2025 in neuer Hand - nun ist das Unternehmen erneut in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.
dpa |
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Die Handels- und Einrichtungskette Hammer hat nach eigenen Angaben bundesweit 93 Standorte und beschäftigt rund 1.200 Menschen.
Die Handels- und Einrichtungskette Hammer hat nach eigenen Angaben bundesweit 93 Standorte und beschäftigt rund 1.200 Menschen. © Max Lametz/dpa
Porta Westfalica

Die Hammer Raumstylisten GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt. Ziel sei die Fortführung und nachhaltige Stabilisierung des Unternehmens, hieß es in einer Mitteilung. Zu der Firma gehört die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte Fachmarktkette Hammer. Der Geschäftsbetrieb soll uneingeschränkt fortgeführt werden, alle Standorte bleiben demnach geöffnet. 

Grund für den Insolvenzantrag sind laut Mitteilung Anlaufverzögerungen in der Warenversorgung nach der Neugründung des Unternehmens im Oktober 2025. Diese seien vor allem durch technische Probleme verursacht worden und hätten zu Umsatzausfällen geführt. Inzwischen seien diese weitgehend behoben, hieß es. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Stefan Meyer von der Kanzlei Pluta. 

Zahlreiche Filialen wurden 2025 geschlossen 

Die Handels- und Einrichtungskette Hammer hat nach eigenen Angaben bundesweit 93 Standorte und beschäftigt rund 1.200 Menschen. "Durch die Insolvenz sichern wir die Löhne über das Insolvenzgeld und schaffen einen stabilen Rahmen für die Fortführung", sagte Geschäftsführer Rainer Schrems laut Mitteilung. 

Die Hammer-Fachmärkte waren erst im Herbst von einem Investorenkonsortium übernommen worden. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines sogenannten Asset-Deals, bei dem die Vermögenswerte auf die neu gegründete Hammer Raumstylisten GmbH übergingen. 

Zuvor hatte der ehemalige Mutterkonzern, die Brüder Schlau Gruppe, im Juni 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und war anschließend abgewickelt worden. Rund 70 Hammer-Filialen wurden geschlossen, die Großhandelssparte Schlau wurde vollständig aufgegeben. Zahlreiche Beschäftigte verloren dadurch ihren Arbeitsplatz.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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