Hacker attackieren Dialysekonzern Fresenius Medical Care

Der weltgrößte Dialysekonzern Fresenius Medical Care ist von Hackern angegriffen worden. Was steckt hinter dem Vorfall und wie reagiert der Konzern?
dpa |
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Helen Giza, Chefin von Fresenius Medical Care, erlebte einen Hackerangriff auf das Unternehmen (Archivbild)
Helen Giza, Chefin von Fresenius Medical Care, erlebte einen Hackerangriff auf das Unternehmen (Archivbild) © Boris Roessler/dpa
Bad Homburg

Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) aus Bad Homburg ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Das Unternehmen untersuche derzeit "einen Cybersicherheitsvorfall, bei dem es zu einem unbefugten Zugriff auf eine begrenzte Anzahl interner Systeme gekommen ist", teilte der Dax-Konzern mit. "Der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf Medizinprodukte, die Patientenversorgung, die Produktion oder auf den laufenden Geschäftsbetrieb."

Man habe umgehend Maßnahmen ergriffen, um die Situation einzudämmen und zu beheben. Zudem habe das Unternehmen führende Cybersicherheitsexperten hinzugezogen und die zuständigen Strafverfolgungsbehörden informiert. Der Schutz von Systemen und Privatsphäre hätten höchste Priorität. Angaben zu weiteren Details, etwa zur Höhe des Schadens oder ob Daten abgegriffen wurden, machte der Konzern nicht. 

Deutsche Unternehmen immer wieder Opfer von Cyberattacken

Unternehmen in Deutschland werden immer wieder von Cyberangriffen getroffen. So stahlen Unbekannte im Sommer Daten von Kunden des Lidl-Onlineshops. Und die Deutsche Bahn war im Februar einem großangelegten Cyberangriff ausgesetzt - mit Folgen für die Buchungs- und Auskunftssysteme des Konzerns.

Nach einer Befragung des Digitalverbands Bitkom unter rund 1.000 Unternehmen waren 96 Prozent der befragten Firmen binnen eines Jahres von Diebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen oder vermuten entsprechende Vorfälle. Der jährliche Gesamtschaden für die deutsche Wirtschaft durch Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage liegt demnach mindestens bei 211 Milliarden Euro.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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