Gute Geschäfte beim Triebwerkshersteller MTU

Neben Rüstung und Informationstechnologie zählt die Luftfahrtbranche zu den wenigen Industriezweigen, die nicht in einer tiefen Krise gefangen sind. Beim Triebwerkshersteller MTU läuft es.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Eine Flugzeugturbine auf dem Gelände eines MTU-Wartungsstandorts in Ludwigsfelde (Brandenburg). Die Wartung ist eine Haupteinnahmequelle des Dax-Konzerns. (Archiv)
Eine Flugzeugturbine auf dem Gelände eines MTU-Wartungsstandorts in Ludwigsfelde (Brandenburg). Die Wartung ist eine Haupteinnahmequelle des Dax-Konzerns. (Archiv) © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
München

Der Triebwerkshersteller MTU profitiert von hoher Nachfrage in ziviler Luftfahrt und Rüstungsindustrie. Im ersten Halbjahr legten Umsatz und Gewinn kräftig zu. Vorstandschef Johannes Bussmann und Finanzchefin Katja Garcia Vila sehen den Dax-Konzern auf gutem Weg zu seinen Jahreszielen - unter anderem soll der Umsatz auf 9,2 bis 9,7 Milliarden Euro steigen.

Im Gefolge von Airbus und Boeing

Der Umsatz in der ersten Jahreshälfte wuchs um 13 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn legte um 5 Prozent auf 502 Millionen Euro zu. "Trotz der hochvolatilen Situation im Nahen Osten haben wir im ersten Halbjahr starke Ergebnisse erzielt", sagte Bussmann. MTU baut zusammen mit dem größeren US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney sowie Japanese Aero Engines den sogenannten Getriebefan-Antrieb, der den kleinsten Airbus-Passagierjet A220 und etwa jedes zweite Exemplar der Modellfamilie A320neo antreibt, der meistverkauften Flugzeugreihe der Welt. Auch an Antrieben für Großraumjets des US-Herstellers Boeing ist MTU beteiligt. Sowohl Airbus als auch Boeing hatten in den Vortagen gute Zahlen gemeldet.

Wartung und Rüstung besonders erfolgreich

Allerdings gingen Erlös und operativer Gewinn im Geschäft mit neuen Triebwerken leicht zurück, hauptsächlich bedingt durch den schwachen US-Dollar. Triebwerkswartung und Militärgeschäft warfen deutlich mehr ab als ein Jahr zuvor. Das Rüstungsgeschäft spielt bei MTU jedoch nur eine untergeordnete Rolle, den Großteil seiner Umsätze erzielt das Münchner Unternehmen im zivilen Bereich.

Die Arbeit wird den weltweit knapp 14.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jedenfalls in näherer Zukunft nicht ausgehen: Der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 30,4 Milliarden Euro, nach Angaben von Finanzvorständin Garcia-Vila ist die Produktionsauslastung damit rechnerisch gut drei Jahren ausgelastet.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.