Gucci bereitet Mutterkonzern Kering Sorgen

Die kriselnde Modemarke Gucci bereitet dem Luxusgüterkonzern Kering Sorgen. Zwar fiel der Umsatz der Edelmarke auf vergleichbarer Basis zum Jahresende weniger als noch im dritten Quartal, doch lag das Minus im Schlussquartal im Jahresvergleich immer noch bei zehn Prozent gelegen, wie der Konzern mitteilte.
Der erst seit wenigen Monaten amtierende Kering-Chef Luca de Meo will nun eine Trendwende vorantreiben. "Die Entwicklung 2025 spiegelt nicht das wahre Potenzial des Unternehmens wider", sagte der ehemalige Renault-Chef laut Mitteilung.
In der zweiten Jahreshälfte seien bereits Maßnahmen eingeleitet worden, um die Finanzkraft zu stärken und Kosten zu senken. Auf einem Kapitalmarkttag Mitte April will de Meo dann einen Fahrplan vorstellen, "um die Attraktivität unserer Luxusmarken zu steigern und das Wachstum wieder anzukurbeln".
Sinkender Absatz in China
Der französische Konzern mit weiteren Marken wie Yves Saint Laurent und Balenciaga hinkte in den vergangenen Jahren den Konkurrenten hinterher. Er litt unter einem Rückgang der Popularität der Produkte von Gucci inmitten einer allgemeinen Abschwächung des Luxuskonsums, vor allem in China.
Allein 2025 fiel der Umsatz mit Gucci-Produkten um mehr als ein Fünftel auf knapp 6 Milliarden Euro; der Konzernumsatz sank um 13 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn knickte um ein Drittel auf gut 1,6 Milliarden Euro ein. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn schmolz auf 72 Millionen Euro, nachdem im Jahr zuvor noch gut 1,1 Milliarden Euro Überschuss erwirtschaftet wurden.
Die triste Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch schon länger im Aktienkurs von Kering wider. Seit dem Rekordhoch von fast 800 Euro Mitte 2021 ist der Kurs um rund zwei Drittel gefallen.