Gift in Babynahrung - Stärkere Kontrolle für Zutat aus China

Danone und Nestlé müssen Dutzende Chargen Babynahrung zurückrufen. Eine EU-Behörde entdeckt ein durch Bakterien gebildetes Gift in einer Zutat. Der Skandal hat Konsequenzen.
dpa |
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Der Giftstoff Cereulid wurde bei Kontrollen in Milchpulver entdeckt. (Symbolbild)
Der Giftstoff Cereulid wurde bei Kontrollen in Milchpulver entdeckt. (Symbolbild) © Armin Weigel/dpa
Brüssel/Parma

Nach dem Skandal um verunreinigte Babynahrung verstärkt die EU Einfuhrkontrollen für eine Zutat aus China. Jede zweite Lieferung von Arachidonsäure-Öl aus dem Land soll ab morgen besonders auf den Giftstoff Cereulid getestet werden, wie aus einer im EU-Amtsblatt veröffentlichten Entscheidung hervorgeht. Zuvor gab es deshalb nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) weltweit Rückrufe von Babynahrung.

Cereulid ist laut Efsa ein von Bakterien gebildetes Gift, das 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Einnahme plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen kann. Laut Mitteilung im Amtsblatt hat sich herausgestellt, dass die Kontamination mit dem Giftstoff auf Arachidonsäure-Öl aus China zurückzuführen ist, das bei der Herstellung verwendet wurde. 

Viele Chargen Babynahrung schon zurückgerufen

Efsa hatte zuvor eine Risikobewertung durchgeführt und legte nun erstmals einen Sicherheitsrichtwert für die zulässige Menge an Cereulid in Babynahrung fest. Damit sollen Behörden in der EU schneller und einheitlicher entscheiden können, wann ein Rückruf notwendig ist, wie die Behörde mit Sitz in Parma angibt. 

Bereits im Januar hatten die Nahrungsmittelkonzerne Danone und Nestlé in Deutschland mehrere Chargen ihrer Babynahrung zurückgerufen. Betroffen waren verschiedene Pulver und Flüssigkeiten in Dosen, Schachteln und Flaschen. Nestlé hatte damals betont: "Es ist uns wichtig zu betonen, dass bislang keine Erkrankungen oder Symptome im Zusammenhang mit dem Verzehr der betroffenen Produkte bestätigt worden sind."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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