Gewerkschaft bestreikt Köllnflocken-Hersteller

Die Gewerkschaft NGG ruft zum Warnstreik beim Familienunternehmen Kölln in Elmshorn auf - zum ersten Mal in der Firmengeschichte. Die Firma ist bekannt für ihre Haferflocken.
dpa |
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Beschäftigte von Kölln sammeln sich zu einer Streikkundgebung vor dem Werk.
Beschäftigte von Kölln sammeln sich zu einer Streikkundgebung vor dem Werk. © Marcus Brandt/dpa
Elmshorn

Beschäftigte in der Produktion des Haferflockenherstellers Kölln in Elmshorn sind zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung soll um heute 14.00 Uhr beginnen und um 22.00 Uhr enden, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilte. Der Gewerkschaft zufolge handelt es sich um den ersten Warnstreik in der Firmengeschichte an dem Standort, dem Hauptsitz. Um 13.30 Uhr sei eine Kundgebung vor dem Werk geplant. 

Nach Gewerkschaftsangaben verhandeln NGG und das Familienunternehmen über einen neuen Haustarifvertrag, der die Löhne der mehr als 160 Beschäftigten in der Produktion regeln soll. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne um 5,8 Prozent. Der Vertrag solle ein Jahr lang laufen. Laut NGG hat Kölln bereits ein Angebot vorgelegt, das aber unzureichend sei, weil es die Inflation nicht ausgleiche. 

NGG-Verhandlungsführerin Sarah Witte sagte, sie erwarte, dass die Produktion in Teilen ruhen werde. Dass es Auswirkungen auf das Angebot in Supermärkten geben werde, halte sie für unwahrscheinlich. Die Verhandlungen mit dem Lebensmittelunternehmen sollen am Donnerstag fortgesetzt werden. 

Kölln bietet den Mitarbeitern in der Produktion in zwei Schritten über zwei Jahre einen insgesamt vier Prozent höheren Lohn, wie eine Sprecherin mitteilte. Das Unternehmen habe Vorkehrungen getroffen, um die Auswirkungen des Warnstreiks auf die Produktion so gering wie möglich zu halten. 

Die Peter Kölln GmbH & Co. KGaA beschäftigt nach eigenen Angaben rund 360 Menschen. Das Unternehmen wird seit Mai 2024 in siebter Generation von Friederike Driftmann geführt. 2024 erzielte Kölln einen Jahresumsatz von 154 Millionen Euro. Jüngere Zahlen liegen nicht vor.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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