Genossenschaftsbanken schärfen ihr Sicherungssystem

Die genossenschaftliche Finanzgruppe zieht Konsequenzen aus Fehlverhalten einzelner Institute und setzt auf strengere Frühwarnsysteme.
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Die genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenbanken werden von ihrem Verband enger kontrolliert.
Die genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenbanken werden von ihrem Verband enger kontrolliert. © Markus Scholz/dpa
Frankfurt/Main

Nach riskanten Geschäften einiger Mitglieder hat der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sein Sicherungssystem reformiert. Zugleich wurde ein neuer Vorstands- und Aufsichtsrat-Kodex auf den Weg gebracht, wie die genossenschaftliche Finanzgruppe mitteilt. Mit den Vorgaben sollen sich Vorstände und Aufsichtsräte der Mitgliedsinstitute in den kommenden Monaten beschäftigen. Unter anderem musste die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg den Sicherungsfonds anrufen und trennte sich von ihrem Vorstandschef. 

BVR-Präsidentin Marija Kolak verwies auf einen entsprechenden Beschluss der Mitgliederversammlung zu den neuen Regeln aus dem Juni: "Wir haben "Geno Next Level" angestoßen und umgesetzt, weil wir bei Verantwortlichen in einzelnen Banken hochriskante Geschäfte, Missmanagement oder grob fahrlässiges Verhalten gesehen haben. Die Folgen werden meist Jahre später sichtbar - und kommen unsere Solidargemeinschaft teuer zu stehen. Unsere Maßnahmen verbessern unsere Frühwarnsysteme und verschärfen unseren Durchgriff deutlich."

Die genossenschaftliche Finanzgruppe erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Gewinn von 11,6 Milliarden Euro vor Steuern. Damit wurde das Rekordjahr 2023 (14,4 Mrd Euro) erneut verfehlt, aber das Vorjahr 2024 (10,8 Mrd Euro) übertroffen. Dazu beigetragen haben ein leicht gestiegener Zinsüberschuss sowie ein um 56 Prozent gesteigertes Versicherungsgeschäft. Unter dem Strich blieb ein Jahresgewinn von 7,4 Milliarden Euro. Zur Gruppe gehören 646 Banken und Spezialinstitute, die mehr als 30 Millionen Kunden betreuen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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