Geldpolitik der EZB: Kein Wundermittel

AZ-Wirtschaftsredakteur Otto Zellmer kommentiert die Geldpolitik der EZB.
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AZ-Wirtschaftsredakteur Otto Zellmer über die Geldpolitik der EZB.
AZ-Montage/dpa AZ-Wirtschaftsredakteur Otto Zellmer über die Geldpolitik der EZB.

Eine sinkende Arbeitslosigkeit im Euroraum, eine wachsende Wirtschaft sowie eine Inflationsrate nur wenig unterhalb der 2,0-Prozent-Marke: eigentlich beste Voraussetzungen für die EZB, aus der ultralockeren Geldpolitik auszusteigen und die Leitzinsen anzuheben.

Draghis Versuch ist gescheitert

EZB-Chef Mario Draghi sieht das unverständlicherweise anders. Der von deutschen Sparern und Ökonomen viel gescholtene Italiener verfolgt in Wahrheit andere Ziele. Er kommt mit seiner Milliardenschwemme den angeschlagenen Banken und hochverschuldeten Haushalten von Europas Südstaaten zu Hilfe. Notwendige Strukturreformen dieser Länder? Fehlanzeige! Draghis billiges Geld wirkt nicht als Wundermittel für Staaten wie Italien oder Griechenland. Sein Versuch, mit geldpolitischen Maßnahmen politische Stabilität in Europa herzustellen, ist gescheitert.

Das müssen die Sparer ausbaden. Die EZB-Politik hat die Deutschen bereits 436 Milliarden Euro gekostet – 5317 Euro pro Kopf. Und weil (noch) kein Ende der Minizinsen absehbar ist, dürfte diese Zahl weiter steigen.

Lesen Sie auch: Nullzinspolitik vor dem Ende? Wortkünstler Draghi: EZB tastet sich an Zinswende heran

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