GDL entscheidet über neuen Streik bei der Bahn

Bahnreisenden droht in den nächsten Tagen neues Ungemach. Die Lokführergewerkschaft GDL will am Mittwoch über den Stand der Verhandlungen im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn beraten. Die Frage aller Fragen: Gibt es einen neuen Streik?
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
"Noch keine Streikinfo's bekannt!" - Die Lokführergewerkschaft GDL entscheidet über einen neuen Bahn-Streik.
dpa "Noch keine Streikinfo's bekannt!" - Die Lokführergewerkschaft GDL entscheidet über einen neuen Bahn-Streik.

Frankfurt/Main - Bahnreisende müssen bei ihrer Reiseplanung weiterhin mit einem Streik in den nächsten Tagen rechnen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will über einen erneuten Ausstand im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn entscheiden.

Der Hauptvorstand und die Tarifkommission der Lokführergewerkschaft kommen am Vormittag in ihrer Frankfurter Zentrale zusammen.

Die Bahn hatte es am Dienstag abgelehnt, einen von der GDL in neun Punkten festgehaltenen Verhandlungsstand zu unterschreiben, weil das Papier Maximalforderungen der GDL enthalte. Zugleich bekräftigte sie, dass aus ihrer Sicht Kernforderungen der Gewerkschaft erfüllt seien und schlug vor, am 26. Februar weiterzuverhandeln.

Lesen Sie hier: Warum ein neuer Bahnstreik immer wahrscheinlicher wird

Mit dieser Reaktion droht das von GDL-Chef Claus Weselsky für diesen Mittwoch um 11.00 Uhr gesetzte Ultimatum zu verstreichen. Er wollte den GDL-Gremien eine Fortsetzung der unterbrochenen Streiks empfehlen, falls die Bahn das Papier ablehne, hatte Weselsky angekündigt. Der mittlerweile siebte Arbeitskampf könnte laut GDL rund 100 Stunden, also gut vier Tage dauern.

Die GDL hatte in dem komplizierten Tarifkonflikt ihre Mitglieder im vergangenen Jahr bereits sechs Mal zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Neben verkürzten Arbeitszeiten und fünf Prozent mehr Geld verlangt die GDL auch für ihre Mitglieder außerhalb der Lokführer-Berufsgruppe eigenständige Tarifverträge. Diese waren bislang von der konkurrierenden DGB-Gewerkschaft EVG ausgehandelt worden.

Lesen Sie hier: Erneuter Lokführer-Streik weiter ungewiss

Bahnvorstand Ulrich Weber hatte betont, dass diese Kernforderung der GDL erfüllt sei. Die Bahn will nach eigenem Bekunden in den parallel geführten Verhandlungen unterschiedliche Regelungen für ein und dieselbe Berufsgruppe verhindern.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen