Fleischproduktion sinkt – Geflügel mit größtem Rückgang

Die Fleischproduktion in Deutschland ist erneut gesunken. Besonders beim Geflügelfleisch zeigt sich ein deutlicher Rückgang.
dpa |
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Im ersten Halbjahr wurden deutlich weniger Geflügeltiere geschlachtet.
Im ersten Halbjahr wurden deutlich weniger Geflügeltiere geschlachtet. © Sina Schuldt/dpa
Wiesbaden

Im ersten Halbjahr ist in Deutschland die Produktion von Fleisch zurückgegangen. Besonders deutlich ist der Rückgang beim Geflügel, das mit 755.000 Tonnen Fleisch 3,2 Prozent unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahreszeitraum lag. Einen niedrigeren Wert hatte es zuletzt im ersten Halbjahr 2017 gegeben, wie das Statistische Bundesamt berichtet. 

Als möglicher Grund für den Rückgang beim Geflügel gelten verschiedene Tierseuchen in den Beständen. Es fehlten aber belastbare Daten, teilte das Friedrich-Loeffler-Institut auf Anfrage mit. Im Frühjahr waren einer Sprecherin zufolge wegen des Ausbruchs der Newcastle Krankheit rund 4,9 Millionen Legehennen und Masthühner getötet und unschädlich beseitigt worden. Betroffen waren auch Elterntierherden von Broilern. Bereits im Jahr 2025 hatte es zahlreiche Ausbrüche der Vogelgrippe gegeben. 

Rindfleisch ging im gleichen Zeitraum um 0,1 Prozent zurück, während die Produktion von Schweinefleisch leicht wuchs. Schweinefleisch dominiert weiterhin mit einem Mengenanteil von 63,7 Prozent die Fleischproduktion in Deutschland. 

Gesamtproduktion leicht gesunken

Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts stellten die gewerblichen Schlachtunternehmen knapp 3,4 Millionen Tonnen Fleisch her. Das waren 0,4 Prozent oder 14.700 Tonnen weniger als ein Jahr zuvor.

Dafür wurden im Halbjahr 22,2 Millionen Schweine getötet. Dazu kamen 1,4 Millionen Rinder und 343,2 Millionen Tiere verschiedener Geflügelarten. Schafe, Ziegen und Pferde machten zusammen einen Anteil von 0,3 Prozent der Fleischproduktion aus.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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