Finanztransaktionssteuer: Eine Provokation

AZ-Korrespondent Torsten Henke über den Gesetzesentwurf einer geplanten Finanztransaktionssteuer.
| Torsten Henke
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AZ-Korrespondent Torsten Henke zu Scholz’ Finanztransaktionssteuer
imago images / McPHOTO AZ-Korrespondent Torsten Henke zu Scholz’ Finanztransaktionssteuer

Wie war das noch? Hochriskante Spekulationen sollten eingedämmt und die Geldbranche an den Kosten beteiligt werden, die sich in der von ihr verursachten Finanzkrise angehäuft haben. Damit haben einst Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sozialdemokrat Peer Steinbrück für eine Finanztransaktionssteuer geworben.

Gesetzesentwurf ist Provokation für Kleinanleger

Nun hat der heutige Kassenwart Scholz einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt. Der Inhalt stößt aber auf Kritik. Das Papier ist eine Provokation für Kleinanleger. Die Steuer würde eine beliebte Anlageform verteuern, die wegen ihrer geringen Kosten bei Bürgern, die mit überschaubarem Risiko Geld in Aktien investieren, beliebt ist: ETF-Aktienfonds. Die Anbieter müssten künftig für jeden Aktienkauf die 0,2 Prozent Steuern zahlen und würden ihren größten Vorteil verlieren.

Damit könnten die extrem riskanten Derivate wieder an Bedeutung gewinnen, deren Handel doch eingedämmt werden sollte.

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