Fielmann: "Augenlasern ist ein Luxus für Reiche"

Gestern noch mit Brille, heute nicht mehr nötig. Augenlaseroperationen haben sich hierzulande etabliert. Was bedeutet das für Augenoptiker-Ketten wie Fielmann?
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Marc Fielmann leitet seit November 2019 allein die Augenoptiker-Kette Fielmann. (Produktion)
Marc Fielmann leitet seit November 2019 allein die Augenoptiker-Kette Fielmann. (Produktion) © Marcus Brandt/dpa
Hamburg

Fielmann-Chef Marc Fielmann sieht Augenlasern trotz der Hinweise auf eine steigende Nachfrage als Nischenangebot. "Augenlasern ist ein Luxus für Reiche", sagte Fielmann der Deutschen Presse-Agentur. Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der Augenoptiker-Kette, die solche Eingriffe nicht anbietet, seien vernachlässigbar. 

Fielmann wies darauf hin, dass Laseroperationen grundsätzlich nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. "Die Operationen kosten Tausende Euro, dafür können Sie sehr viele Brillen bei Fielmann kaufen", sagte der Vorstandsvorsitzende. Zudem bräuchten viele Menschen trotz einer Operation im Alter wegen Altersweitsichtigkeit eine Lesebrille. 

Augenärzte trügen selbst häufig Brillen, sagte Fielmann. Die Operationen zur Korrektur von Fehlsichtigkeit seien aber in bestimmten Fällen sinnvoll - beispielsweise bei starker Kurzsichtigkeit. "Wenn Sie mit minus acht Dioptrien aufstehen und Ihre Brille suchen müssen, dann kann Ihnen eine Laseroperation einen Gewinn an Lebensqualität bieten." 

Fielmann (37) leitet seit November 2019 allein das gleichnamige Augenoptik-Unternehmen, das nach eigenen Angaben das drittgrößte weltweit ist. Die erste Niederlassung öffnete Fielmanns Vater Günther Fielmann 1972 in Cuxhaven. In Europa und den USA betreibt das Unternehmen inzwischen rund 1.300 Geschäfte. 

Keine zuverlässigen Zahlen zu Laseroperationen

Zuverlässige Zahlen zu sogenannten refraktiven Operationen, zu denen auch Laseroperationen zählen, gibt es in Deutschland nicht. Der Sprecher der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) schätzt die Zahl der Eingriffe jährlich auf etwa 150.000 bis 200.000. 

Die Schätzung beruht auf einer Erhebung von mehreren Fachverbänden wie der DOG, die regelmäßig Krankenhausabteilungen und Operationszentren befragen. Ein Großteil der Anbieter antwortet allerdings nicht.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.