Feuerwerk der Geldpolitik bringt Dax weitere Gewinne

Die Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag unter den Aktienanlegern für zufriedene Gesichter gesorgt. Außerdem gab es neue Spekulationen darüber, dass China und die USA im Handelsstreit aufeinander zugehen könnten.
| dpa
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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Fredrik von Erichsen/dpa Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Frankfurt/Main - Die Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag unter den Aktienanlegern für zufriedene Gesichter gesorgt. Außerdem gab es neue Spekulationen darüber, dass China und die USA im Handelsstreit aufeinander zugehen könnten.

Der Dax legte um 0,41 Prozent auf 12.410,25 Punkte zu, womit er seine Gewinnserie nun schon auf sieben Handelstage ausbaute. Einen ähnlich langen Lauf hatte es beim deutschen Leitindex letztmals Anfang Juli gegeben. Für den MDax ging es am Donnerstag um 0,38 Prozent auf 26.182,54 Punkte hoch.

Unter den Einzelwerten waren die Blicke nach der EZB vor allem auf den Bankensektor gerichtet, weil die immer höheren Strafzinsen für Einlagen den Instituten zu schaffen machen. Gemildert werden soll dieser Effekt nun aber durch eine Staffelung, über die der Markt zuletzt auch schon spekuliert hatte. Letztlich pendelten sich die Branchenpapiere bei unterschiedlichen Vorzeichen ein. Titel der Deutschen Bank verloren gut 1 Prozent, jene der Commerzbank aber legten um knapp ein halbes Prozent zu.

Unter den Kleinwerten im SDax wurden die Papiere von SGL Carbon mit einem Kursrutsch um 7 Prozent zum größten Verlierer. Christian Obst von der Baader Bank sieht in dem Kohlenstoffspezialisten nach wie vor eine riskante Wette, er empfiehlt die Papiere weiter zum Verkauf.

Jungheinrich dagegen setzten ihre Rally fort, sie mischten sich mit einem Anstieg um 3,3 Prozent unter die Top-Werte im SDax. Analystin Katie Self von Morgan Stanley sieht in dem Gabelspaplerkonzern ein nahezu perfektes Anlagevehikel, um von einer wachsenden Industrieproduktion zu profitieren.

Die gute Stimmungslage an den Aktienmärkten hielt nach der EZB europaweit an. Der EuroStoxx 50 ging 0,63 Prozent höher bei 3538,86 Punkten aus dem Handel. In Paris stieg der Leitindex Cac 40 um 0,44 Prozent, während der Londoner FTSE 100 immerhin knapp zulegen konnte. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Xetra-Schluss mit 0,3 Prozent im Plus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite unter dem Eindruck der EZB-Entscheide von minus 0,55 Prozent am Mittwoch auf minus 0,58 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,14 Prozent auf 146,40 Punkte. Der Bund-Future fiel um 0,32 Prozent auf 173,60 Punkte. Der Euro wurde vorübergehend von dem EZB-Maßnahmenpaket belastet, drehte dann aber auf. Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt höher mit 1,1075 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0963 (Mittwoch: 1,1003) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9122 (0,9088) Euro.

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