EZB erwartet Inflationsschub wegen Nahost-Krieg

Macht der Iran-Krieg den erhofften Aufschwung zunichte? Die Sorge ist groß, dass wegen der Kämpfe nicht nur die Öl- und Gaspreise steigen, sondern auch die Inflation. Die EZB passt ihre Prognosen an.
dpa |
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Oberstes Ziel der Euro-Währungshüter um EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist es, die Inflation im Zaum zu halten und für einen stabilen Euro zu sorgen. (Archivbild)
Oberstes Ziel der Euro-Währungshüter um EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist es, die Inflation im Zaum zu halten und für einen stabilen Euro zu sorgen. (Archivbild) © Florian Wiegand/dpa
Frankfurt/Main

Steigende Energiepreise infolge des Iran-Kriegs könnten nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) das Wirtschaftswachstum bremsen und die Inflation kräftig anheizen. Im wahrscheinlichsten Szenario erwartet die Notenbank für 2026 eine Teuerungsrate von durchschnittlich 2,6 Prozent im Euroraum. 

Das ist deutlich über der mittelfristig angepeilten Marke von 2,0 Prozent, bei der die Notenbank ihr wichtigstes Ziel gewahrt sieht: Für einen stabilen Euro zu sorgen und so die Kaufkraft der Menschen zu erhalten. Je höher die Inflationsrate, umso weniger können sich Verbraucher für einen Euro leisten.

Prognosen pessimistischer als noch im Dezember 

Noch im Dezember war die EZB für 2026 von einer Inflationsrate von 1,9 Prozent ausgegangen. Im Februar des laufenden Jahres lagen die Verbraucherpreise im Währungsraum um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

In den Jahren 2027 (2,0 Prozent) und 2028 (2,1 Prozent) wird die EZB ihr Ziel stabiler Preise nach eigener Einschätzung erreichen. Allerdings liegen auch diese Werte etwas über der vorherigen Vorhersage aus dem Dezember.

Zugleich erwartet die EZB für den Euroraum weniger Wachstum. Die Wirtschaft wird demnach dieses Jahr nur noch um 0,9 Prozent zulegen und 2027 um 1,3 Prozent wachsen. Damit senkte die Notenbank ihre Prognose wegen der Kriegsfolgen und höherer Energiepreise. Noch im Dezember hatte die Notenbank ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 1,2 Prozent angehoben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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