Experte: Spritpreise bleiben wegen Iran-Krieg hoch

Die Blockade der Straße von Hormus wirkt weiter auf die Preise: Warum Autofahrer in Deutschland laut Geopolitik-Experte Fischer kurzfristig nicht auf Entlastung hoffen können.
dpa |
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Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. (Archivbild)
Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. (Archivbild) © Altaf Qadri/AP/dpa
Berlin

Die Spritpreise an den Tankstellen in Deutschland werden nach Einschätzung des Geopolitik-Experten Klemens Fischer noch längere Zeit auf hohem Niveau bleiben. "Dadurch, dass die Straße von Hormus weiterhin gesperrt bleiben wird, ist nicht davon auszugehen, dass die Spritpreise an den deutschen Zapfsäulen sinken werden. Im Gegenteil, nun muss man mit einem weiteren hohen Niveau der Spritpreise rechnen", sagte Fischer in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Der Iran hätte sich auf eine langfristige Sperre der für die Straße von Hormus vorbereitet. So setze Teheran neben dem Einsatz von Minen auch auf Raketen- und Drohnenangriffe sowie auf schnelle Sturmboote. Dadurch sei der Iran weiterhin in der Lage, die Meerenge militärisch zu kontrollieren. "Man muss damit rechnen, dass diese Straße noch für längere Zeit blockiert sein wird", sagte Fischer. 

Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge liegt zwischen dem Iran und dem Oman und gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Seit Beginn der jüngsten Kriegshandlungen ist die Handelsschifffahrt dort beinahe zum Erliegen gekommen. 

Eskorte? "Ungefähr 50 Begleitschiffe" für "drei Tanker pro Woche" 

Eine schnelle Kompensation der ausfallenden Lieferungen sei derzeit kaum möglich, so Fischer. Zwar könnten Staaten Ölreserven freigeben oder ihre Fördermengen erhöhen, doch bis zusätzliche Mengen tatsächlich auf den Markt kämen, könnten Tage oder Wochen vergehen. Um Tanker von Kriegsschiffen durch die Straße von Hormus eskortieren zu lassen, brauche man "ungefähr 50 Begleitschiffe" für "maximal drei Tanker pro Woche".

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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