EU-Kommissar dringt in China auf ausgeglicheneren Handel

EU-Handelskommissar Sefcovic beklagt ein "nicht tragbares Handelsdefizit". Bei Gesprächen in Peking will er Fortschritte erreichen. China setzt auf Dialog.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
EU-Kommissar für Handel Maros Sefcovic möchte sich in Peking für ausgeglicheneren Handel einsetzen. (Archivbild)
EU-Kommissar für Handel Maros Sefcovic möchte sich in Peking für ausgeglicheneren Handel einsetzen. (Archivbild) © Jorge Saenz/AP/dpa
Peking

EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hat sich zum Auftakt seiner China-Reise für einen ausgeglicheneren Handel mit der Volksrepublik ausgesprochen. "Erster Tag in China, mit einem Ziel: damit beginnen, unser nicht tragbares Handelsdefizit abzubauen", schrieb Sefcovic auf der Plattform X.

Zunächst habe er sich mit Vertretern von Unternehmen aus der EU in China ausgetauscht, erklärte er. Die Botschaft bei dem Treffen sei klar gewesen: Der Zugang zum chinesischen Markt müsse verbessert und zugleich die wirtschaftliche Sicherheit der EU gestärkt werden.

Peking wirbt für Dialog

Das chinesische Außenministerium warb für eine Lösung der Handelsstreitigkeiten durch Gespräche. Offene Zusammenarbeit und ein gleichberechtigter Dialog lägen im gemeinsamen Interesse beider Seiten, sagte Sprecherin Mao Ning. 

Bei Sefcovics bis Freitag dauerndem Besuch stehen Gespräche mit Chinas Handelsminister Wang Wentao auf dem Programm. Neben dem Handelsungleichgewicht soll es auch um den laufenden Streit um Hybridautos gehen. 

Nach Angaben von Diplomaten wies China bis zuletzt Forderungen zurück, seine stark gestiegenen Exporte von Hybridautos freiwillig zu begrenzen. Drohkulisse ist deswegen nun eine zeitlich befristete Schutzmaßnahme, die chinesische Hybridimporte durch Einfuhrquoten und hohe Zölle für darüber hinausgehende Lieferungen beschränken würde. Sie könnte vermutlich aber nur dann eingeführt werden, wenn sie auch für andere Handelspartner wie Japan, Südkorea und Großbritannien gelten würde.

Deutschland und Frankreich für neues Instrument 

Für den Fall, dass China insgesamt im Handelskonflikt nicht einlenkt, dringen vor allem Deutschland und Frankreich angesichts wachsender Schäden für die europäische Industrie auf ein entschlosseneres Vorgehen gegen chinesische Importe. Sie fordern unter anderem ein neues Instrument, mit dem der Zugang zum EU-Markt für bestimmte Produkte schnell eingeschränkt werden könnte.

Die EU führte im vergangenen Jahr Waren im Wert von rund 360 Milliarden Euro mehr aus China ein, als sie dorthin exportierte. Brüssel wirft Peking vor, mit staatlichen Subventionen für unfairen Wettbewerb zu sorgen. China warnt dagegen vor protektionistischen Maßnahmen der EU.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.