Elektroauto-Firma Byton schickt Tochter in Insolvenz

Die chinesische Elektroauto-Firma Byton, die einst mit einem riesigen Display im Cockpit für Aufsehen auf Automessen sorgte, lässt ihre deutsche Tochter in die Insolvenz gehen. Für die Byton GmbH wurde ein Insolvenzverfahren eingeleitet, wie aus einer Bekanntmachung des Münchner Amtsgerichts hervorgeht. Zuvor hatte am Freitag die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Elektroauto-Firma Byton.
Elektroauto-Firma Byton. © Andrej Sokolow/dpa
München

Byton hatte trotz des Werks in China stets den internationalen Charakter der Firma mit einem Design-Zentrum in Deutschland und einer Software-Entwicklung im Silicon Valley betont. In den USA gab es schon vor Monaten Entlassungen im großen Stil. Byton wurde von ehemaligen BMW-Managern gegründet und kooperiert unter anderem mit dem chinesischen Autokonzern FAW.

Die serienreife Version des ersten Modells M-Byte wurde 2019 auf der Automobilausstellung IAA in Frankfurt vorgestellt. Byton wollte ursprünglich bereits im vergangenen Jahr die Fertigung in China aufnehmen und 2021 auch auf den europäischen Markt kommen. In der Corona-Pandemie wurden die Pläne jedoch auf Eis gelegt. Erwartetes Geld von Investoren blieben aus. Das Unternehmen geriet in Schieflage.

Anfang Januar stieg dann der vor allem als Hersteller von Apple-Geräten bekannte Auftragsfertiger Foxconn, der sein Autogeschäft ausbauen will, als Retter bei Byton ein. Nun werde ein Start der Produktion bis zum ersten Quartal 2022 angepeilt, hieß es damals. Byton reagierte am Freitag zunächst nicht auf eine Anfrage dazu, ob der Zeitplan noch steht und wie die Pläne für den europäischen Markt sind.

© dpa-infocom, dpa:210423-99-328269/2

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen