Eine der besten Kirschernten seit Jahren

Insgesamt hat das Wetter in diesem Jahr mitgespielt: Die Kirschernte fällt höher aus. Allerdings gibt es regional deutliche Unterschiede.
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Obstbaubetriebe in Deutschland können Summe ein gutes Kirschenjahr bilanzieren. (Archivbild)
Obstbaubetriebe in Deutschland können Summe ein gutes Kirschenjahr bilanzieren. (Archivbild) © Philipp von Ditfurth/dpa
Wiesbaden

Milde Temperaturen im Frühjahr und weniger Frostschäden haben Deutschlands Obstbauern 2026 eine der besten Kirschernten seit Jahren beschert. Mit 48.500 Tonnen Süß- und Sauerkirschen lag die Erntemenge nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 7,8 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Das ertragreiche Vorjahr wurde um 3,0 Prozent übertroffen, obwohl Hitze und Trockenheit im Sommer den Obstbäumen regional teils erheblich zusetzte.

Die Steigerung ist allein auf Süßkirschen zurückzuführen: Während ihre Menge mit 38.900 Tonnen den Zehnjahresschnitt um 16,2 Prozent deutlich übertraf, lag die Sauerkirschenernte mit 9.600 Tonnen um 16,8 Prozent unter dem Durchschnitt des Zeitraums 2016 bis 2025.

Regional gab es erhebliche Unterschiede: In Baden-Württemberg, wo es mit 2.600 Hektar die größten Anbauflächen für Süßkirschen in Deutschland gibt, ernteten Obstbaubetriebe 19.100 Tonnen und damit 16,7 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. In Rheinland-Pfalz (660 Hektar) war die Ernte dagegen mit 2.000 Tonnen mehr als ein Drittel (37,2 Prozent) geringer. Bei Sauerkirschen war die Entwicklung in den beiden Bundesländern analog.

Birnenernte voraussichtlich über Zehn-Jahres-Durchschnitt

Auch die Birnenernte dürfte nach ersten vorläufigen Schätzungen in diesem Jahr in Summe gut ausfallen. Die Betriebe rechnen mit 40.900 Tonnen und damit 7,7 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Allerdings wäre die Birnenernte dann um 3,3 Prozent geringer als im ertragsstarken Vorjahr. Bedeutendstes Anbauland für Birnen hierzulande ist Baden-Württemberg. Dort werden auf 860 Hektar 18.600 Tonnen und damit fast die Hälfte der heimischen Birnen erwartet.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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