Echtpelz-Verdacht - Aldi Süd stoppt Verkauf von Haarspangen

Eine Tierrechtsorganisation erhebt schwere Vorwürfe gegen Aldi Süd. Der Lebensmitteldiscounter reagiert umgehend. Im Mittelpunkt der Aufregung: ein Set Haarspangen mit Rentiermotiv.
dpa |
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Aldi Süd zählt zu den größten Lebensmittelhändlern in Deutschland.
Aldi Süd zählt zu den größten Lebensmittelhändlern in Deutschland. © Andreas Arnold/dpa
Mülheim

Weil möglicherweise echter Pelz verarbeitet worden ist, nimmt Aldi Süd ein Set Haarspangen aus dem Verkauf. Das teilte der Lebensmitteldiscounter auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatte die Tierrechtsorganisation Aninova Vorwürfe erhoben. Untersuchungen sollen demnach zeigen, dass in dem Artikel Echtpelz aus China enthalten sei. Für Kundinnen und Kunden sei dies jedoch nicht erkennbar.

Aldi Süd will die Anschuldigungen prüfen und steht nach eigenen Angaben im Austausch mit dem Lieferanten. Dieser habe im Einkaufsprozess versichert, dass "kein Echtpelz sowie keine weiteren tierischen Fasern verarbeitet seien", erklärte das Unternehmen. Dies sei vertraglich festgelegt. 

Der Discounter bietet das "Set mit zwei Weihnachts-Haarspangen mit Rentiermotiv" seit vergangener Woche an. Kunden können den Artikel bei Bedarf umtauschen, sagte ein Sprecher. Man nehme die Hinweise von Aninova ernst. Aldi Süd betonte seine "hohen Tierwohlansprüche". 

Kritik an Aldi Süd "völlig inakzeptabel"

Der Lebensmittelhändler wirbt damit, "100 Prozent pelzfrei" zu sein und zählt zu den Unterzeichnern von "Fur Free Retailer". Dabei handelt es sich um eine Initiative von Einzelhändlern, die sich verpflichten, auf den Verkauf von Pelzprodukten zu verzichten - "um bedrohte Tierarten zu schützen", heißt es auf der Internetseite von Aldi Süd.

Die Tierrechtsorganisation Aninova kritisierte das Verhalten scharf. "Es ist völlig inakzeptabel, dass unter dem Label eines angeblich pelzfreien Unternehmens Echtpelz verkauft wird", sagte der Vorstandsvorsitzende Jan Peifer. Menschen griffen zu diesem Produkt, "ohne zu ahnen, dass dafür Tiere getötet wurden".

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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