dm-Drogeriegründer Werner enterbt seine Kinder

Der Gründer der dm-Drogeriemärkte, Götz Werner, hat seine Anteile an dem Unternehmen gestiftet. Damit werden die sieben Kinder nicht Eigner an dem Konzern. Werner: "Kinder müssen sich selbst beweisen".
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Götz Werner:  „Meine Unternehmensanteile habe ich eine gemeinnützige Stiftung eingebracht“
AP Götz Werner: „Meine Unternehmensanteile habe ich eine gemeinnützige Stiftung eingebracht“

FRANKFURT - Der Gründer der dm-Drogeriemärkte, Götz Werner, hat seine Anteile an dem Unternehmen gestiftet. Damit werden die sieben Kinder nicht Eigner an dem Konzern. Werner: "Kinder müssen sich selbst beweisen".

„Meine Unternehmensanteile habe ich eine gemeinnützige Stiftung eingebracht“, sagte der Unternehmer der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. In Deutschland hat das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe gut 20 000 Mitarbeiter und erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 einen Umsatz von 3,75 Milliarden Euro. Neben dem Heimatmarkt Deutschland ist dm auch in Österreich und neun angrenzenden osteuropäischen Ländern vertreten.

Werner sieht in der Stiftung seiner Anteile keine Probleme für seinen Nachwuchs. „Meine Kinder leiden deswegen nicht, im Gegenteil, die werden gefördert, indem sie sich selbst beweisen müssen“, sagte er. Denn Kinder hätten wohl einen Anspruch auf einen guten Start ins Leben, „aber nicht darauf, dass Eltern für den lebenslangen Wohlstand ihrer Nachkommen sorgen“. Er denke in der Frage wie die amerikanischen Pioniere, jede Generation habe sich selbst zu beweisen: „Reich zu werden ist in Amerika keine Schande, reich zu sterben schon.“

Zugleich bekannte sich Götz Werner zur Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle. „1000 Euro für jeden, das macht die Menschen frei.“ Die heute geltenden Regeln von „Hartz IV“ verglich er mit „offenem Strafvollzug“: „'Hartz IV' verstößt gegen mehrere Artikel im Grundgesetz. Die Empfänger verlieren einen Teil der Menschenrechte.“

ddp

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