DIHK: Wirtschaft kommt nur in Trippelschritten voran

Die deutsche Wirtschaft steckt in einer langen Schwächephase. Geht es wieder bergauf, wie ist die Lage ein Jahr nach der Bundestagswahl?
dpa |
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Der Export ist die Hoffnung der deutschen Wirtschaft. (Archivbild)
Der Export ist die Hoffnung der deutschen Wirtschaft. (Archivbild) © Marijan Murat/dpa
Berlin

Die deutsche Wirtschaft kommt nur langsam aus der Krise. Die Stimmung helle sich geringfügig auf, bleibe aber trübe, sagte Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer, in Berlin. Es gehe nur in Trippelschritten nach oben. Die Breite der Unternehmen kämpfe mit hohen Standortkosten, einer schwachen Inlandsnachfrage und geopolitischen Unsicherheiten wie der US-Zollpolitik.

Zu Jahresbeginn zeigt sich lediglich eine geringfügige Besserung der Geschäftslage, wie eine DIHK-Umfrage unter rund 26.000 Unternehmen ergab. Etwas Hoffnung machten die Exporterwartungen. 22 Prozent der Unternehmen rechneten in den kommenden zwölf Monaten mit steigenden Ausfuhren, das seien drei Prozentpunkte mehr als im Herbst.

Prognose angehoben

Der DIHK hob seine Konjunkturprognose leicht an und rechnet nun für 2026 wie die Bundesregierung mit einem Wachstum von einem Prozent. Das liege allerdings zu einem großen Teil auf Statistik- und Kalendereffekten. So gibt es in diesem Jahr mehr Arbeitstage, weil Feiertage auf Wochenenden fallen. International sei Deutschland beim Wachstum abgehängt. Im November hatte die DIHK für 2026 noch ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet. Stützend wirkten sich die staatlichen Milliardenausgaben für Infrastruktur und Verteidigung aus.

Firmen investieren wenig

Die Unternehmen bleiben laut Umfrage bei ihren Investitionsabsichten im Inland weiterhin sehr zurückhaltend. Die Firmen investierten vorrangig in Ersatzbedarf, also etwa den Ersatz von Maschinen, sagte Melnikov. Es gebe aber einen Tiefstand bei Investitionen in Innovationen.

Die schlechte Stimmung sei schon längst auf dem Arbeitsmarkt angekommen, konstatierte die DIHK. 12 Prozent der Firmen planen laut Umfrage, ihren Personalbestand auszuweiten, während 23 Prozent von einem Rückgang ausgehen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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