DIHK-Außenwirtschaftschef: Neue Partner für den Außenhandel

Indien, Indonesien, Australien: Treier sieht in neuen Freihandelsabkommen große Chancen – wichtig sei es, weitere Partner zu gewinnen.
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Mit dem Zolldeal war es der EU gelungen, einen drohenden Handelskrieg mit den USA abzuwenden. (Archivbild)
Mit dem Zolldeal war es der EU gelungen, einen drohenden Handelskrieg mit den USA abzuwenden. (Archivbild) © Rainer Jensen/dpa
Berlin

Der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, dringt auf eine breitere Ausrichtung des Außenhandels und engere Beziehungen zu weiteren Ländern. "Wir müssen mit anderen Partnern weltweit versuchen, stärker in Verbindung zu treten", sagte Treier dem Deutschlandfunk. Investition folge auf Handel. "Wir müssen erstmal in Handelsbeziehungen kommen und dann kommen auch die Investitionen dieser Unternehmen und viele andere Länder strecken die Hand aus und sagen "Schlagt ein, kommt zu uns"", sagte er.

"Donald Trump regt uns an, wirklich zu diversifizieren, und da passiert sicher auch was auf der Ebene der Europäischen Union", sagte Treier mit Blick auf den Zolldeal der EU mit den USA. Mit dieser US-Administration sei nichts Anderes möglich gewesen. "Und die Alternative wäre die weitere, ungezügelte Eskalation von Zollsätzen gewesen, und die würde uns beiden schaden (...), aber Europa halt auch besonders." Der Zolldeal verschaffe jetzt eine gewisse Periode von Planungssicherheit.

Treier: Freihandelsabkommen sind der "richtige Weg"

Mit dem Zolldeal war es der EU gelungen, einen drohenden Handelskrieg mit den USA abzuwenden. Gleichzeitig musste die Staatengemeinschaft aber US-Zölle in Höhe von bis zu 15 Prozent auf die meisten Warenexporte in die Vereinigten Staaten akzeptieren und weitere Zugeständnisse wie die Abschaffung von EU-Zöllen auf US-Industriegüter machen.

Treier betonte: "Wir hätten diese Freihandelsabkommen oder die ausverhandelten Abkommen, die noch nicht ratifiziert sind - mit Indien, mit Indonesien oder mit Australien - ohne Donald Trump nicht gehabt. Und das ist ein richtiger Weg, das hätten wir auch so tun sollen. Aber Europa und auch Deutschland haben hier lange Zeit viel zu zögerlich agiert."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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