Die Daimler-Dämmerung: Saubermänner im Sumpf

Der AZ-Korrespondent Torsten Henke über die Ermittlungen gegen Daimler.
| Torsten Henke
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Nun könnte die Abgasaffäre den Ruf von Daimler ramponieren.
Marijan Murat/dpa,AZ Nun könnte die Abgasaffäre den Ruf von Daimler ramponieren.

Es ist ärgerlich. Offenbar sind auch die selbst ernannten Saubermänner von Daimler viel tiefer in die Abgasaffäre verstrickt als angenommen. „Bei uns wurden keine Abgaswerte manipuliert“ – die Beteuerung von Chef Dieter Zetsche ist immer weniger glaubhaft.

Die Branche hat bei der Abgasaffäre eine schlechte Figur gemacht. Zumeist wurde nur zugegeben, was sich nicht mehr leugnen ließ. Es ist dem Druck der Gerichte und der mit Fahrverboten drohenden Kommunen zu verdanken, dass die Unternehmen mehr Engagement zeigen.

Endlich mehr Engagement

Zetsche plädiert für ein europäisches Vorgehen. Warum nicht? Zumindest tut sich was. Es ist möglich, vergleichsweise saubere Diesel zu bauen und ältere Fahrzeuge nachzurüsten. Das muss bald geschehen. Dann hätte der Diesel als Brückentechnologie ins Elektro-Zeitalter eine Zukunft. Ihren Kunden sind es die Autobauer schuldig, sich was Gescheites einfallen zu lassen.

Lesen Sie auch: Christian Ude im AZ-Interview: Meine Abrechnung

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