Deutsche Winzer erzeugen etwas weniger Wein

Die beiden größten Weinanbaugebiete in Deutschland, Rheinhessen und Pfalz, wurden im vergangenen Jahr kurz vor Beginn der Lese besonders von Wetterkapriolen getroffen. Das hat Folgen.
dpa |
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Trotz eines Rückgangs wegen des Wetters kommt fast die Hälfte des deutschen Weins aus Rheinhessen und der Pfalz.
Trotz eines Rückgangs wegen des Wetters kommt fast die Hälfte des deutschen Weins aus Rheinhessen und der Pfalz. © Lando Hass/dpa
Wiesbaden

Die deutschen Winzer haben 2025 vor allem wegen kräftiger Niederschläge im September erneut weniger Wein produziert. Die Weinbaubetriebe erzeugten rund 7,55 Millionen Hektoliter Wein und Most, das waren 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 betrug das Minus 10 Prozent. 

Eine stärkere Fäulnisanfälligkeit der Trauben infolge von kräftigem Regen und damit eine verkürzte Lese waren vor allem in den beiden größten Weinbauregionen Rheinhessen und Pfalz der Grund für den Rückgang. Dort wurde dennoch fast die Hälfte (48,1 Prozent) des gesamten deutschen Weins und Mosts erzeugt. Die gesamte Ertragsfläche in Deutschland ist der Statistik zufolge nur um 1,1 Prozent (1.100 Hektar) geschrumpft. Auch im Rheingau wurde weniger Trauben gelesen und verarbeitet (minus 10,2 Prozent) als im Vorjahr. 

Mehr Prädikatsweine 

Mehr als zwei Drittel der 2025 erzeugten Weine waren Weißweine (69,6 Prozent). Der Anteil der Prädikatsweine an allen Weinen stieg innerhalb eines Jahres wieder deutlich, auf 29,3 Prozent (2024: 16,1 Prozent). 

Unterschiedliche Witterungsverhältnisse haben die Produktion in den 13 Anbaugebieten beeinflusst: Deutlich mehr Wein und Most (plus 12 Prozent) gab es an der Mosel, vor allem wegen der dortigen Handelskellereien. Diese nehmen auch Trauben von anderen Weinanbaugebieten in größeren Mengen auf, um sie zu Wein zu verarbeiten. 

Mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent lag die Erzeugung im Weinanbaugebiet Baden leicht über dem Vorjahresniveau. Stärker kletterte sie in Württemberg (11,0 Prozent) und Franken (21,1 Prozent). Auch die kleineren Anbaugebiete Sachsen und Ahr konnten zulegen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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