Deutsche Exporte klettern im Juni auf Rekordwert

Hoffnung für die deutsche Wirtschaft: Trotz Iran-Krieg und schwächelndem US-Geschäft schlagen die Exporte im Juni alle Höchststände. Das Geschäft mit Europa erweist sich erneut als Säule.
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Die deutschen Exporteure erleben gerade wieder bessere Zeiten. (Archivbild)
Die deutschen Exporteure erleben gerade wieder bessere Zeiten. (Archivbild) © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Wiesbaden

Die deutschen Exporte sind trotz aller Belastungen durch den Iran-Krieg im Juni auf einen Rekordwert gestiegen. Kalender- und saisonbereinigt gingen Waren im Wert von 139,3 Milliarden Euro ins Ausland, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Zahlen mitteilt. Das waren 0,9 Prozent mehr als im Mai und 6,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Es ist demnach der höchste je erhobene Monatswert und löst den bisherigen Höchststand von 139,1 Milliarden Euro aus dem September 2022 ab. 

Die Exporte sind damit den fünften Monat in Folge gewachsen und erweisen sich als Stütze für die schwächelnde deutsche Wirtschaft.

Noch stärker als die Exporte wuchsen die Importe, die seit Mai um 4,4 Prozent auf 123,9 Milliarden Euro zugelegt haben. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren das 8,4 Prozent mehr. Hier hatte es im November 2022 schon einmal einen höheren Wert gegeben. Der Außenhandelsüberschuss ging zurück auf 15,4 Milliarden Euro nach 19,3 Milliarden Euro im Mai. 

US-Geschäft schwächelt, Europa als Säule

Stabil blieb im Juni das Geschäft mit dem europäischen Ausland, in das 1,3 Prozent höhere Exporte flossen als im Mai. Exporte in Nicht-EU-Staaten verzeichneten ein Mini-Wachstum um 0,3 Prozent, wobei das US-Geschäft deutlich um 14,2 Prozent zurückging. Die USA blieben aber mit einem Volumen von 12,1 Milliarden Euro der wichtigste Einzelabsatzmarkt. Kräftige Zuwächse gab es im Geschäft mit Großbritannien.

Die Exporte nach China gingen um 0,3 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zurück. Dagegen stehen die erneut gewachsenen Importe, die um 9,1 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro zulegten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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