Deutsche Bank im dritten Quartal mit Gewinn auf Rekordniveau

Deutschlands größtes Geldhaus bleibt auf Rekordkurs. Die jüngste Zwischenbilanz fällt sogar noch besser aus als von Experten erwartet. Vor allem in einem Bereich sprudeln die Gewinne.
von  dpa
Deutsche Bank: Auch die Zwischenbilanz für das dritte Quartal fällt positiv aus. (Archivbild)
Deutsche Bank: Auch die Zwischenbilanz für das dritte Quartal fällt positiv aus. (Archivbild) © Lando Hass/dpa

Die Deutsche Bank hat ihre Rekordjagd mit einem Milliardengewinn im dritten Quartal fortgesetzt und will Anfang 2027 neue Ziele verkünden. Der Vorsteuergewinn stieg im Sommer verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro. Nach Steuern ergab sich ein Gewinn von rund 1,9 Milliarden Euro und damit zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie Deutschlands größtes Geldinstitut in Frankfurt mitteilte. Davon entfielen auf die Aktionäre knapp 1,6 Milliarden Euro und damit nur etwas weniger als im bisherigen Rekordjahr 2007.

"Wir freuen uns, dass wir bereits das dritte Quartal in Folge einen Rekordgewinn erzielen konnten", bilanzierte Konzernchef Christian Sewing. Damit sei die Bank auf gutem Weg, die Ziele für 2026 zu erreichen. Die Erträge - also die gesamten Einnahmen - sollen nun den Wert von rund 33 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2026 sogar noch übertreffen.

"Gleichzeitig bestärkt uns die Entwicklung in unserer Zuversicht, dass wir unser Ziel einer Eigenkapitalrendite von über 13 Prozent für 2028 übertreffen können", sagte Sewing. Im dritten Quartal lag sie bei 10,6 Prozent. Diese Rendite zeigt, wie effizient Banken Kapital zur Erzielung von Gewinnen einsetzen.

Sewing: Auf Kurs zum "europäischen Champion"

Anfang nächsten Jahres will die Bank neue Ziele veröffentlichen, wie Sewing in einer Nachricht an die Belegschaft ankündigte: "Wie viel mehr wir uns zutrauen und wie der Weg dorthin aussehen soll, planen wir im Januar zu erläutern, wenn wir unsere Jahresergebnisse vorlegen." Der Deutsche-Bank-Chef bekräftigte: "Wir wollen zum europäischen Champion werden. Und wir sehen große Chancen, diesem Ziel entscheidend näherzukommen."

Investmentbank erneut größter Gewinnbringer

Den Löwenanteil zum guten Abschneiden des Dax-Konzerns im Zeitraum Juli bis September steuerte einmal mehr die Investmentbank bei, die vor Steuern knapp 1,1 Milliarden Euro Gewinn erzielte und damit zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 

Schon im Frühjahr des laufenden Jahres hatten sprudelnde Gewinne im Geschäft mit Wertpapieren und Währungen sowie bei der Begleitung von Börsengängen dem Institut einen Milliardengewinn auf Rekordniveau beschert.

Besonders gut lief es auch bei der Fondstochter DWS, die im Sommer so viel Geld von Anlegern eingesammelt hat wie nie zuvor in einem Quartal. Unter dem Strich flossen DWS-Fonds von Juli bis September 30,9 Milliarden Euro frisches Geld zu. Ihren Überschuss konnte die DWS im dritten Quartal zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 230 Millionen Euro steigern.

Rekordgewinn im Gesamtjahr in greifbarer Nähe

Im Jahr 2025 hatte die Deutsche Bank mit gut 9,7 Milliarden Euro das bisher höchste Vorsteuerergebnis ihrer Geschichte erzielt. Unter dem Strich standen 6,1 Milliarden Euro Überschuss. Höher war der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn nur im Rekordjahr 2007 mit damals rund 6,5 Milliarden Euro.

Nach den ersten neun Monaten 2026 steht ein Vorsteuergewinn von rund 8,4 Milliarden Euro in der Zwischenbilanz des Geldhauses, unter dem Strich entfallen auf die Aktionäre gut 5,1 Milliarden Euro.

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