Dax verharrt knapp unter der Bestmarke

Kurz vor dem Rekordhoch des Dax hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt zunächst der Mut verlassen. Der deutsche Leitindex schwächelte und gab am Vormittag um 0,12 Prozent auf 12.242,52 Punkte nach.
| dpa
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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).
Fredrik von Erichsen/Dpa Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Kurz vor dem Rekordhoch des Dax hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt zunächst der Mut verlassen.

Frankfurt/Main - Der deutsche Leitindex schwächelte und gab am Vormittag um 0,12 Prozent auf 12.242,52 Punkte nach. Gestern hatte sich das Börsenbarometer noch bis auf 15 Punkte seiner knapp zwei Jahre alten Bestmarke von 12.390 Zählern genähert.

Der Index mittelgroßer Werte MDax trat am Dienstag bei 23.899,41 Zählern nahezu auf der Stelle und der Technologiewerte-Index TecDax war mit minus 0,02 Prozent auf 2.034,83 Punkte ebenfalls kaum verändert. Das galt auch für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50.

Es habe sich schnell gezeigt, dass die Kraft für einen Dax-Rekord noch nicht ausgereicht habe, schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba in einem Morgenkommentar. Neue Erkenntnisse oder Impulse habe es im Grunde aber nicht gegeben. Vielmehr spielten weiterhin politische Unsicherheiten eine zentrale Rolle, während der Markt gute Konjunkturdaten zuletzt nur bedingt wahrgenommen habe.

Händler verwiesen in diesem Zusammenhang auf eine gewisse Zurückhaltung vor dem wichtigen ersten Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Zudem fehlten nach der Berichtssaison der Unternehmen von dieser Seite zunächst frische Impulse.

Bei der Deutschen Bank dreht sich weiterhin vieles um die laufende Kapitalerhöhung. Die Papiere fielen am letzten Tag des Bezugsrechtehandels auf Xetra um 2,23 Prozent auf 15,35 Euro. Für die Bezugsrechte ging es um 8,23 Prozent auf 1,85 Euro nach unten. Altaktionäre können für zwei gehaltene Aktien eine neue zum Stückpreis von 11,65 Euro erwerben.

Zu den größten Verlierern in Dax zählten zudem Autowerte. Die Papiere von Volkswagen, Daimler und BMW büßten zwischen rund einem und anderthalb Prozent ein. Für die Anteilsscheine des Zuckerproduzenten Südzucker ging es im MDax nach einem skeptischen Kommentar der Bank Goldman Sachs um neun Prozent nach unten. Die Analysten rechnen mit Druck auf die Zuckerpreise und sehen Kursrisiken. Im Kleinwerteindex SDax verteuerten sich die Aktien des Leasinganbieters Grenke nach Neugeschäftszahlen um 3,77 Prozent.

Lesen Sie hier: Dax nähert sich zögerlich seinem Rekordhoch

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