Dax berappelt sich

Der Dax hat seine morgendlichen Verluste bis zum Nachmittag komplett wettgemacht. Der deutsche Leitindex stand zuletzt 0,04 Prozent höher bei 10 944,33 Punkten.
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Ein kleiner Stier steht in Frankfurt am Main im Handelssaal der Börse vor der Anzeigetafel für den Dax-Index.
dpa Ein kleiner Stier steht in Frankfurt am Main im Handelssaal der Börse vor der Anzeigetafel für den Dax-Index.

Der Dax hat seine morgendlichen Verluste bis zum Nachmittag komplett wettgemacht. Der deutsche Leitindex stand zuletzt 0,04 Prozent höher bei 10 944,33 Punkten. Zuvor hatten neue Turbulenzen an Chinas Aktienmärkten das Börsenbarometer ein knappes halbes Prozent ins Minus gedrückt.

Frankfurt/Main - Stützend wirkte sich der schwächere Euro aus, der zuletzt 1,1033 US-Dollar kostete. Ein schwacher Euro verbilligt die Exporte deutscher Unternehmen in Länder außerhalb der Eurozone.

Dementsprechend ging es für den MDax der mittelgroßen Werte um 0,23 Prozent auf 20 745,90 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg derweil angesichts guter Geschäftszahlen des Zahlungsabwicklers Wirecard um 0,91 Prozent auf 1780,26 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich kaum vom Fleck.

Lesen Sie auch: Inflationsrate der Eurozone im Juli unverändert bei 0,2 Prozent

Der erneute Kursrutsch in China hatte die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten zwischenzeitlich eingetrübt. Der Leitindex in Shanghai fiel bis zum Börsenschluss um mehr als 6 Prozent. Marktteilnehmer befürchteten, dass die Aufsichtsbehörden ihre Unterstützung für die seit Juni angeschlagenen Börsen zurückfahren oder die Geldpolitik nicht wie erhofft lockern könnten.

Im Dax setzte sich die Leidenszeit der RWE-Aktionäre fort. Nach den am Donnerstag vorgelegten Geschäftszahlen für das erste Halbjahr äußerten sich abermals Analysten skeptisch zu den Aussichten für den Versorger. RWE-Aktien büßten am Dax-Ende 2,76 Prozent auf 15,845 Euro ein.

An der Spitze zogen die Papiere von Merck nach einem positiven Analystenkommentar um 1,78 Prozent an. Das zweite Quartal habe gezeigt, dass sich der Pharma- und Spezialchemiekonzern auf einem guten Weg befinde, schrieb Analyst Simon Baker von der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas.

Lesen Sie hier: Dax erholt sich von China-Schock

Auch im MDax sorgte ein optimistischer Analystenkommentar für Aufsehen: Die britische Investmentbank HSBC empfahl die Papiere der Gea Group zum Kauf. Der Markt lege den Fokus zu stark auf die aus dem schwachen Milchpreis resultierenden Risiken und zu wenig auf das Selbsthilfe- und Margenpotenzial des Anlagenbauers, schrieb Analyst Jörg-Andre Finke. Gea-Aktien zählten zu den Favoriten im Index mit einem Plus von 1,79 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,46 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,01 Prozent auf 139,71 Punkte zu. Der Bund-Future verlor 0,04 Prozent auf 154,81 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1060 (Montag: 1,1100) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9042 (0,9009) Euro.

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