Dax-Aufstieg von Siemens Energy lässt die Börse kalt

Nicht einmal ein halbes Jahr nach seinem Börsenstart steigt Siemens Energy in den Dax auf. Der Aktie nützt das am Donnerstag nicht, doch Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser träumt schon von drei Siemens-Unternehmen in der Börsen-Bundesliga.
| dpa
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Siemens Energy hinter der Glocke vor der Erstnotierung der Energiesparte von Siemens.
Siemens Energy hinter der Glocke vor der Erstnotierung der Energiesparte von Siemens. © Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
München

Siemens Energy hat den Sprung in die oberste deutsche Börsenliga auf Anhieb geschafft. Zum 22. März steigt die Aktie in den Dax auf, doch die in der Nacht zum Donnerstag verkündete Entscheidung der Börse nützte dem Papier zunächst nicht. Am Vormittag lag Siemens Energy mit knapp 30 Euro je Aktie im Xetra-Handel im Minus. Seit dem Börsengang Ende September hat die Aktie allerdings bereits einen massiven Anstieg verzeichnet.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die diese nachbilden. Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und neu gewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.

"Dass wir so kurz nach dem Börsengang auch in den DAX aufgenommen werden, ist eine große Anerkennung für unser Unternehmen", sagte Energy-Chef Christian Bruch. Aufsichtsratschef Joe Kaeser, der Energy noch als Siemens-Chef auf eigene Beine gestellt hatte, zeigte sich auf Twitter ebenfalls erfreut. Er hofft bereits auf ein drittes Siemens im Leitindex: Es gebe keinen Grund, warum Siemens Healthineers nicht als nächstes dran sein könnte, schrieb er. Die nächste Dax-Neuordnung steht in rund sechs Monaten an. Dann wird der Leitindex von bisher 30 auf 40 Werte erweitert.

Siemens Energy war Ende September von Siemens an die Börse gebracht worden. Das Unternehmen mit gut 90 000 Mitarbeitern bedient den Energiemarkt mit einem breiten Portfolio von Turbinen für Kohle- und Gaskraftwerke über Leitungstechnik bis zu Windkraft mit der Tochter Siemens Gamesa. Die Transformation des Energiemarktes stellt Energy allerdings vor große Herausforderungen, weil insbesondere im Bereich der konventionellen Energien mittel- und langfristig Geschäft wegbricht. Anfang Februar hat das Unternehmen den Abbau von 7800 Jobs angekündigt, rund 3000 davon in Deutschland.

© dpa-infocom, dpa:210304-99-685614/3

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