Commerzbank: Rekordergebnis nach neun Monaten

Die Commerzbank bleibt auf Kurs Richtung Rekordjahr. Doch im Vordergrund steht die von der Unicredit betriebene Übernahme des Dax-Konzerns. Wie geht es weiter für den Vorstand um Bettina Orlopp?
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Gute Geschäfte, aber drohende Übernahme: Der Commerzbank stehen weitere unruhige Wochen bevor. (Archivbild)
Gute Geschäfte, aber drohende Übernahme: Der Commerzbank stehen weitere unruhige Wochen bevor. (Archivbild) © Andreas Arnold/dpa
Frankfurt/Main

Die Commerzbank bleibt auch nach dem dritten Quartal auf Kurs Richtung Rekordgewinn. 859 Millionen Euro unter dem Strich stehen für den Zeitraum Juli bis September 2026 in der Zwischenbilanz, wie Deutschlands zweitgrößte börsennotierte Bank in Frankfurt mitteilte. Das waren gut 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

"Die starke Geschäftsentwicklung belegt, welches Potenzial in der Commerzbank steckt", bilanzierte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp. In den ersten neun Monaten steigerte der Dax-Konzern den Überschuss ebenfalls um mehr als 40 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Das ist das beste Ergebnis für diesen Zeitraum in der Konzerngeschichte. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand weiterhin einen Rekordgewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro an.

Unicredit auf dem Weg zur Übernahme

Doch wie geht es weiter mit der Commerzbank, nachdem sich die italienische Unicredit den Zugriff auf knapp die Hälfte der Anteile gesichert hat? Orlopp bekräftigte jüngst, beide Häuser sollten "gemeinschaftlich darüber nachdenken, wie der richtige Weg nach vorn aussieht".

Die Unicredit, die in Deutschland schon mit der Hypovereinsbank (HVB) vertreten ist, sieht Potenzial für Milliardeneinsparungen. Unicredit-Chef Andrea Orcel will zum Beispiel das Auslandsnetz der Commerzbank beschneiden.

Muss der Mittelstand sich Sorgen machen?

Der Bund, der gut 13 Prozent der Anteile hält, fordert, dass die Commerzbank ein wichtiger Mittelstandsfinanzierer bleibt. Orcel warb um Vertrauen: "Wir bündeln die Stärken beider Banken nicht, um weniger für die deutschen Unternehmen zu leisten." In den nächsten Wochen erwartet die Unicredit die weiteren Genehmigungen für ihren Plan, die Commerzbank zu schlucken.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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