Bundesbank-Chef: Deutschland muss hart für Rating arbeiten

Deutschland kann sich vergleichsweise günstig verschulden. Damit das so bleibt, müsse sich die Regierung anstrengen, meint Bundesbank-Präsident Nagel.
von  dpa
Nagel ist beim Treffen von internationalen Finanzministern und Zentralbankchefs in den USA.
Nagel ist beim Treffen von internationalen Finanzministern und Zentralbankchefs in den USA. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel sieht die Kreditwürdigkeit Deutschlands nicht in akuter Gefahr. Es gelte: "Wir müssen hart daran arbeiten, das Triple-A-Rating zu erhalten, und das wird sicher eine Herausforderung werden für die Bundesregierung", sagte Nagel am Rande eines G20-Treffens in Asheville in den USA. Die zuletzt wieder anziehende Wirtschaftswachstum mache ihn aber zuversichtlich.

Das Spitzenrating AAA ("Triple A") signalisiert Investoren eine sehr niedrige Wahrscheinlichkeit, dass deutsche Staatsanleihen ausfallen. Die US-Rating-Agenturen S&P, Moody's und Fitch geben Deutschland weiter die Spitzennote, der Staat kann sich im Vergleich zu vielen Ländern damit günstig finanzieren.

Nagel betonte aber, die Regierung dürfe bei Schuldenstand und Defizitquote nicht nachlassen, die Finanzmärkte bräuchten eine Orientierung. Derzeit ist die Verschuldung Deutschlands im Vergleich zum Beispiel zu den USA noch deutlich geringer. Doch kreditfinanzierte Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung lassen auch hierzulande den Schuldenberg wachsen.

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