Brüssel ruft zu enger Abstimmung gegen Kerosinmangel auf

Die Kerosinpreise sind hoch, Airlines streichen Flüge, Verbände warnen vor einem bevorstehenden Kerosinmangel. Was die EU hierzu plant.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Die Luftverkehrsbranche warnt vor Kerosin-Knappheit. (Symbolfoto)
Die Luftverkehrsbranche warnt vor Kerosin-Knappheit. (Symbolfoto) © Christoph Schmidt/dpa
Brüssel

Die EU-Kommission ruft ihre Mitgliedstaaten zu enger Koordinierung auf, um einen Kerosinmangel zu vermeiden. Die Brüsseler Behörde schlägt eine neue Kraftstoffbeobachtungsstelle vor zur Überwachung von EU-Produktion, Importen, Exporten und Lagerbeständen. So sollen potenzielle Engpässe schnell erkannt werden und "gezielte Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Kraftstoffverteilung" möglich sein, falls Notfallvorräte freigegeben werden.

Die EU-Kommission appellierte zudem an Mitgliedstaaten, auch die Wiederbefüllung unterirdischer Gasspeicher, die Freigabe von Ölreserven und eine flexible Nutzung der Befüllungsvorschriften zu koordinieren. Nationale Maßnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Kerosin und Diesel - einschließlich von Raffineriekapazitäten - sollten eng abgestimmt werden. 

Die EU-Kommission stellte weitere Maßnahmen vor, um die Auswirkungen der Energiekreise auf Unternehmen und Bürger in Europa abzudämpfen und Versorgungsengpässe zu vermeiden. Die europäischen Spitzenpolitiker sprechen am Donnerstag und Freitag bei einem informellen Treffen in Zypern über die Maßnahmen. Seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten habe die EU wegen der gestiegenen Preise zusätzliche 24 Milliarden Euro für Energieimporte ausgegeben, sagte Energiekommissar Dan Jørgensen in Brüssel. 

Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas hatte am Dienstag betont, es gebe keinen Hinweis auf großflächige Flugstornierungen in den nächsten Monaten. Die Treibstoffvorräte für kommerzielle Flugzeuge stünden in Teilen Europas unter Druck, es gebe aber keine Anzeichen für tatsächliche Engpässe.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.