Briefgeschäft wird zum Ballast für die Post

Der Blick in den Briefkasten war früher tägliches Pflichtprogramm. Heute schauen viele Bürger lieber in ihre Mailbox oder Chat-Apps. Das merkt auch die Post.
dpa |
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Eine gute alte Postfiliale, in der es Briefmarken zu kaufen gibt und Pakete aufgegeben werden können.
Eine gute alte Postfiliale, in der es Briefmarken zu kaufen gibt und Pakete aufgegeben werden können. © Bernd Weißbrod/dpa
Bonn

Ein schwächelndes Briefgeschäft macht der Deutschen Post zu schaffen. Wie der DHL-Konzern in Bonn mitteilte, stieg der Umsatz im Bereich Post & Paket Deutschland im ersten Quartal zwar um 1,7 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) sackte allerdings um 5,8 Prozent auf 264 Millionen Euro ab - die Geschäfte im Stammgeschäft des gelben Riesen wurden also weniger profitabel.

Das Unternehmen begründete diese Entwicklung mit sinkenden Briefmengen, wodurch das Ergebnis belastet werde. Wenn ein Briefträger nur noch einen Brief bis zu einem Haus bringt und nicht mehr zwei oder drei, steigen die sogenannten Stückkosten für den Transport. Hinzu kommen höhere Personalkosten.

Im Digitalzeitalter schreiben die Menschen immer weniger Briefe und die Firmen setzen bei ihrer Werbung und Kundenkommunikation immer stärker auf digitale Kanäle - das bekommt die Post zu spüren. Das Paketgeschäft zieht hingegen an, da die Menschen mehr Waren im Internet bestellen als früher. Allerdings habe das Wachstum der Paketmenge die zurückgehenden Briefmengen beim operativen Ergebnis nicht ausgleichen können, hieß es von der Post. Der Konzern hat sich in DHL umbenannt, an der Börse heißt er aber noch Deutsche Post. Auch im Inland firmiert er unter dem deutschen Traditionsnamen.

Im Ausland lief es besser

Während der weltweit tätige Logistiker im Inland Gegenwind bekam, schnitt er im Ausland zum Jahresstart überraschend gut ab. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg konzernweit den Angaben zufolge um 8,3 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Euro. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich nur ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Der Umsatz sank allerdings um 1,9 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro, was DHL vor allem mit negativen Währungseffekten begründete. Konzernchef Tobias Meyer bestätigte die Jahresziele. Das Geschäftsmodell sei resilient und die Sparmaßnahmen wirksam, sagte er.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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