BMW kooperiert mit Lidl-Schwester PreZero beim Recycling
BMW und die Lidl-Schwester PreZero wollen gemeinsam Autos recyceln. Die Unternehmen haben einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterschrieben, wie sie mitteilen. Dessen Ziel ist, ein Geschäftsmodell zur Verwertung von Altfahrzeugen zu entwickeln und damit einen geschlossenen Materialkreislauf zu erzeugen.
Noch sind die Angaben zur Kooperation eher vage, ist sie erfolgreich, könnte sie aber mehrere positive Effekte haben. Dabei geht es auch um die Umwelt, aber nicht nur. Denn das Recycling soll helfen, Rohstoffabhängigkeiten zu reduzieren und Lieferketten widerstandsfähiger zu machen.
Altautos als Materialquelle
"Durch die Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells für einen innovativen Material- und Verwertungskreislauf sollen Altfahrzeuge konsequent als strategische Materialquelle genutzt werden", heißt es von den Unternehmen. "Zunächst sollen Komponenten eines Fahrzeugs durch weitere Nutzung möglichst lange im Kreislauf gehalten werden. In einem weiteren Schritt ist es das Ziel, durch innovative Verwertungsprozesse mehr hochwertige Recyclingmaterialien und Rohstoffe für den weiteren Einsatz zu gewinnen. Der Bedarf an Primärrohstoffen würde so deutlich gesenkt werden."
Bei BMW spricht man von einem "Meilenstein". Die Kooperation sei langfristig zu sehen. Ab sofort arbeite man gemeinsam am Projekt, in einigen Monaten werde man voraussichtlich erste Ergebnisse vorstellen können.
Jeder der beiden Partner bringt dabei unterschiedliche Expertise mit an den Tisch. BMW beschäftigt sich bereits damit, wie Autos so designt werden können, dass sie gut recycelbar sind und hat in seinem seit 1994 betriebenen Recycling- und Demontagezentrum Erfahrungen gesammelt.
PreZero soll Wissen zu europäischen Stoffströmen und Sortiertechnologien sowie als Batterie-Recycler beisteuern. Das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn ist der zweitgrößte Entsorger in Deutschland und gehört, wie Lidl und Kaufland, zur Schwarz Gruppe. PreZero hat rund 30.000 Mitarbeiter.
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