Blume kündigt größte Neuausrichtung in VW-Geschichte an

VW-Chef Blume verspricht Aufbruch, doch Klarheit fehlt: Werksschließungen, Jobabbau und eine "umfassende Neuausrichtung" stehen im Raum. Was plant VW wirklich?
dpa |
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VW-Chef Blume will den Konzern neu ausrichten. (Archivbild)
VW-Chef Blume will den Konzern neu ausrichten. (Archivbild) © Sven Kaeuler/dpa
Wolfsburg

Nach der Sitzung des VW-Aufsichtsrates zu möglichen weiteren Einsparungen bekräftigt Konzernchef Oliver Blume das Ziel, den Autobauer neu auszurichten. Der Vorstand treibe die Transformation weiter voran, teilte Blume in einem Statement mit. "Mit unserem Zukunftsplan stellen wir den Konzern auch in einem global massiv herausfordernden Umfeld noch robuster und wettbewerbsfähiger auf."

Blume sprach von der "umfassendsten Neuausrichtung der Konzerngeschichte". Der Vorstand übernehme damit "Verantwortung für die nachhaltige Zukunft des Unternehmens - in einer Zeit, in der die Automobilindustrie weltweit stark unter Druck steht", so Blume weiter. "Wir begrenzen Risiken, erschließen neue Chancen aus eigener Stärke und setzen ein klares Zeichen für Aufbruch am Wirtschaftsstandort Deutschland."

"Präsenz auf den großen Weltmärkten stärken"

Finanzvorstand Arno Antlitz ergänzte: "Wir wollen weiterhin in begeisternde Elektrofahrzeuge und neueste Softwarelösungen für unsere Kunden investieren, gleichzeitig unsere Verbrennerfahrzeuge technologisch wettbewerbsfähig halten und unsere Präsenz auf den großen Weltmärkten stärken."

Dafür müsse der Konzern konsequent Kosten senken, Konzernsynergien heben, Komplexität reduzieren und so die Ertragskraft nachhaltig steigern, betonte Antlitz: "Der Zukunftsplan ist dafür ein starker Hebel."

 In Wolfsburg hatte der Aufsichtsrat am Donnerstag über mögliche neue Sparpläne beraten. Beschlüsse gab es nicht. Laut "Manager Magazin" könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Laut "Bild" könnten es sogar 120.000 sein. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht den Berichten zufolge sogar die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

Modellpalette soll schrumpfen

Direkt nach der Aufsichtsratssitzung hatte Blume bereits in einem Video-Statement angekündigt: "Wir reduzieren Komplexität, fokussieren unsere Technologien, richten Produkte, Entwicklung und Produktion noch regionaler in den Märkten aus, bauen Überkapazitäten ab". Unter anderem soll die Modellpalette um die Hälfte schrumpfen, die Zahl der Ausstattungsvarianten sogar um drei Viertel. 

"Gerade jetzt kommt es darauf an, die ganze Stärke unseres Konzerns zu entfalten, Synergien über alle Marken und Regionen hinweg maximal heben, Kosten senken und unsere Effizienz weiter steigern.", so Blume in dem Video. Ziel sei es, "den Volkswagen-Konzern schneller, robuster und wettbewerbsfähiger" zu machen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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