Nordkorea nennt US-Vorwürfe zu Krypto-Raub "absurd"

Beim Binance-Angriff sollen Kryptowährungen im Wert von mehr als sechs Milliarden Dollar gestohlen worden sein. Das FBI sieht Nordkorea dahinter; wie Kim Yo Jong auf den Vorwurf reagiert.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Kim Yo Jong, Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, hat Anschuldigungen nach dem größten Raub bei einer Kryptobörse zurückgewiesen. (Archivbild)
Kim Yo Jong, Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, hat Anschuldigungen nach dem größten Raub bei einer Kryptobörse zurückgewiesen. (Archivbild) © Jorge Silva/Pool Reuters via AP/dpa
Pjöngjang

Nordkorea hat den Vorwurf der USA zurückgewiesen, für den Diebstahl von mehreren Milliarden Dollar bei der Handelsplattform Binance verantwortlich zu sein. Die Anschuldigung sei "absurd" und eine "schwerwiegende politische Provokation", erklärte Kim Yo Jong, Schwester von Machthaber Kim Jong Un, in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Stellungnahme.

Beim Binance-Raub handelt es sich gemessen an der Schadenssumme von mutmaßlich mehr als sechs Milliarden Dollar (rund 5,4 Milliarden Euro) um den bisher größten Hackerangriff auf eine Kryptobörse überhaupt. Zum Vergleich: Die südkoreanische Zentralbank schätzt, dass Nordkoreas gesamter Außenhandel im vergangenen Jahr etwa 3,1 Milliarden US-Dollar betragen hat - also nur rund die Hälfte der mutmaßlich erbeuteten Krypto-Raubsumme.

Nordkoreas Hacker sollen auch Waffenprogramme finanzieren

Kim warf Washington vor, Nordkorea regelmäßig ohne Belege mit internationaler Cyberkriminalität in Verbindung zu bringen. Bereits im vergangenen Jahr haben die USA Pjöngjang für einen Hackerangriff auf die Kryptobörse Bybit verantwortlich gemacht. Damals waren rund 1,5 Milliarden Dollar in Digitalwährungen erbeutet worden. Die wiederholten Anschuldigungen zielten darauf ab, das internationale Ansehen Nordkoreas zu beschädigen und dessen Souveränität zu verletzen, erklärte Kim.

Das FBI hatte Nordkorea in der vergangenen Woche für den Diebstahl bei Binance verantwortlich gemacht. Eine von Nordkorea unterstützte Hackergruppe sei an dem Angriff beteiligt gewesen, erklärte die US-Bundespolizei. 

Nordkoreanische Hacker werden von internationalen Sicherheitsforschern seit Jahren mit zahlreichen Angriffen auf Kryptoplattformen in Verbindung gebracht. Die erbeuteten Gelder sollen unter anderem zur Finanzierung der nordkoreanischen Waffenprogramme dienen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.