BDI: Iran-Krieg dämpft Wachstum weltweit

Der BDI sieht durch den Iran-Krieg einen deutlichen Dämpfer für die Weltwirtschaft und hinterlässt Spuren in Deutschland. Investitionen in KI mildern die Folgen – doch die Unsicherheiten bleiben hoch.
dpa |
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Der Iran-Krieg dämpft das Wachstum der Weltwirtschaft
Der Iran-Krieg dämpft das Wachstum der Weltwirtschaft © Marcus Brandt/dpa
Berlin

Der Iran-Krieg belastet das Wachstum der Weltwirtschaft nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) erheblich. Die Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung, die sich zum Jahresanfang eingestellt hatte, hat durch den Konflikt einen erheblichen Dämpfer bekommen, wie es in einem Globalen Wachstumsausblick des BDI heißt.

Der BDI rechnet beim globalen Wachstum mit einem Rückgang um knapp einen halben Prozentpunkt auf 3 Prozent. Hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz hätten eine noch stärkere Dämpfung verhindert. Ohne den Krieg hätten die Belebung der Nachfrage und der KI-Boom die Weltwirtschaft demnach vermutlich Richtung 3,3 bis 3,4 Prozent Wachstum anziehen lassen (2025: 3,2 Prozent).

Industrieverband rechnet mit Mini-Wachstum in Deutschland

Für Deutschland rechnet der Industrieverband nach einem guten zweiten Quartal mit einem realen Wachstum von 0,6 Prozent. "Die konsequente Umsetzung der Investitionsvorhaben und der Reformagenda bleibt vordringlich, um die Wachstumskräfte in Deutschland zu stärken", sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner laut Mitteilung. "Die globalen Risiken und Unsicherheiten für Unternehmen bleiben hoch."

Sollten der Konflikt und die Unterbrechung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus weiter andauern, sei global mit einem noch deutlicheren Wachstumsrückgang zu rechnen. Die weltweite Inflation wird sich nach Einschätzung des BDI um gut einen Punkt auf über 4,5 Prozent erhöhen.

Große regionale Unterschiede

Regionale Unterschiede gebe es zuhauf: Während die USA laut BDI mit gut 2 Prozent wachsen dürften, werde Europa mit 0,8 Prozent eine Schwächephase durchlaufen. China werde voraussichtlich mit 4,6 Prozent vergleichsweise schwach zulegen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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