Bauernpräsident in Sorge über niedrige Agrarpreise

Die deutsche Landwirtschaft sieht sich mit sinkenden Erzeugerpreisen und einer historischen Krise im Weinbau konfrontiert. Bauernpräsident Rukwied benennt die Folgen.
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Es lohnt sich oft nicht: Die Produktionskosten für Agrarprodukte liegen teils über den Verkaufspreisen. (Archivbild)
Es lohnt sich oft nicht: Die Produktionskosten für Agrarprodukte liegen teils über den Verkaufspreisen. (Archivbild) © Jens Büttner/dpa
Berlin

Die deutsche Landwirtschaft klagt zum Jahreswechsel über niedrige Erzeugerpreise - nicht nur bei Milch. Für die Landwirte seien die derzeitigen Preise an den Agrarmärkten äußerst unbefriedigend, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, am Freitag zur Vorstellung des Marktberichts 2025/26.

So könnten für eine Tonne Weizen zurzeit lediglich etwa 180 Euro erzielt werden. "Mit jeder Tonne Weizen, die der Landwirt derzeit verkauft, verliert er und fährt Verluste ein", sagte Rukwied. Ackerfrüchte wie Mais und Raps seien ebenfalls unter Preisdruck.

Negativ sei auch die Preisentwicklung für Schweinehalter. "Bei dem derzeitigen Erzeugerpreis von 1,60 Euro pro Kilogramm Schweinefleisch ist schon jetzt abzusehen, dass etliche Betriebe im laufenden Wirtschaftsjahr rote Zahlen schreiben werden", warnte der Bauernpräsident.

Historische Krise im Weinbau

Im deutschen Weinbau gebe es sogar die größte Krise seit Jahrzehnten. "Aufgrund der schlechten Marktlage gehen wir davon aus, dass wir Rebflächen in erheblichem Umfang verlieren werden", sagte Rukwied. 

Zwar sei die Ernte 2025 qualitativ außergewöhnlich gut gewesen. Mit rund 7,3 Millionen Hektolitern habe sie aber 16 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt gelegen. Die Fassweinpreise lägen unter den Produktionskosten, die Inlandsnachfrage sei schwach, der Export in das wichtige Absatzland USA wegen der höheren Zölle schwierig.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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