Banknotenhersteller G+D: Bargeld verschwindet nicht

Das Münchner Traditionsunternehmen mit seinen 12.600 Beschäftigten ist einer der weltführenden Hersteller von Banknoten und Technik sowohl für das Bargeldmanagement als auch elektronische Bezahlmethoden. Zur Kundschaft zählen nach Firmenangaben 150 Zentralbanken.
G+D ist in mehreren Ländern auch an der Entwicklung digitaler Zentralbankwährungen beteiligt. Wintergerst gab keine Prognose ab, welches Land als erstes eine Digitalwährung einführen könnte - China ist nach Worten des Managers weit fortgeschritten.
Deutliche Fortschritte sehen gebe es aber auch in kleineren Nationen. "Das sind oft Länder, von denen man es gar nicht erwartet. Nehmen Sie Afrika oder den Mittleren Osten oder auch den südostasiatischen Bereich."
Ungeachtet der schwierigen Weltlage macht der im Familienbesitz befindliche Konzern gute Geschäfte: Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, der Auftragseingang legte um 20 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn sank allerdings um fünf Prozent auf 80,6 Millionen Euro.