Australien halbiert Spritsteuer – Entlastung für Verbraucher

Australien senkt die Spritsteuer, um Haushalte und Unternehmen wegen der steigenden Energiepreise zu entlasten. Auch gibt es jetzt einen Notfallplan. Was steckt hinter den Maßnahmen?
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Australien senkt seine Spritsteuer - zunächst für drei Monate. (Archivbild)
Australien senkt seine Spritsteuer - zunächst für drei Monate. (Archivbild) © Jay Kogler/AAP/dpa
Canberra

Australien halbiert angesichts steigender Energiepreise infolge des Kriegs im Nahen Osten vorübergehend die Kraftstoffsteuer. Für zunächst drei Monate sollen Benzin und Diesel dadurch um rund 26 Cent (15 Eurocent) pro Liter günstiger werden, wie Premierminister Anthony Albanese mitteilte.

Zusätzlich wird die Abgabe für schwere Nutzfahrzeuge in diesem Zeitraum auf null gesenkt. Dafür greift die Regierung tief in die Tasche: Die Maßnahmen kosten den Staat nach Angaben von Finanzminister Jim Chalmers rund 2,55 Milliarden australische Dollar (1,5 Milliarden Euro) und sollen vor allem Haushalte sowie Unternehmen entlasten.

Notfallplan verabschiedet

Parallel dazu verabschiedete die Regierung gemeinsam mit den Bundesstaaten einen nationalen Plan zur Sicherung der Kraftstoffversorgung. Dieser sieht mehrere Eskalationsstufen vor, von der Planung über gezielte Eingriffe bis hin zur Absicherung kritischer Dienstleistungen und Infrastruktur.

Hintergrund sind stark gestiegene Preise und eine erhöhte Nachfrage nach Treibstoff. Der Krieg im Nahen Osten belaste die Weltwirtschaft erheblich, sagte Chalmers. Ziel der Regierung sei es, die Auswirkungen auf Verbraucher abzufedern und die Wirtschaft stabil zu halten. Besonders Menschen in ländlichen Regionen würden profitieren, weil sie stärker auf das Auto angewiesen seien. Zugleich rief Albanese dazu auf, geplante Reisen etwa über die Osterfeiertage nicht abzusagen.

Warum ist Australien besonders anfällig?

Australien gilt als besonders anfällig für globale Lieferstörungen, weil das Land einen Großteil seines Treibstoffs importiert und nur über vergleichsweise geringe strategische Reserven verfügt. Unterbrechungen wichtiger Handelsrouten wie der vom Iran blockierten Straße von Hormus wirken sich daher schnell auf Preise und Versorgung aus. Wegen der Krise hatte die Regierung zuletzt bereits angekündigt, vorübergehend seine Benzin-Standards zu lockern - es dürfen jetzt wieder Kraftstoffe mit höherem Schwefelgehalt verkauft werden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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