Arag-Analyse: Konflikte zu Arbeit und Wohnen nehmen zu

Eine Krise folgt auf die nächste, und der Kostendruck für viele Haushalte wächst. Laut einer Auswertung sehen sich immer mehr Menschen gezwungen, ihren Lebensstandard auch rechtlich abzusichern.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Konfliktthema Wohnen und Mieten: Zahl der rechtlichen Streitfälle deutlich gestiegen. (Archivbild)
Konfliktthema Wohnen und Mieten: Zahl der rechtlichen Streitfälle deutlich gestiegen. (Archivbild) © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
Düsseldorf

Auch wegen steigender Lebenshaltungskosten und der wirtschaftlichen Entwicklung nimmt die Zahl rechtlicher Streitfälle rund um die Themen Wohnen und Arbeit in Deutschland einer Analyse zufolge zu. Die Zahl der Rechtsschutzfälle steige jedes Jahr deutlich, heißt es in der Untersuchung des Rechtsschutzversicherers Arag, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Arag ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Der Konzern hat seine jährlichen Rechtsschutzfälle analysiert und in einem "Trendmonitor" für Deutschland zusammengefasst. Die Zahlen zeigen letztlich einen Ausschnitt, der aber auf einen Trend schließen lässt.

"Finanzielle Puffer schrumpfen"

Gerade Wohnen sei mittlerweile für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ein dauerhaftes Konfliktfeld. Gründe seien etwa gestiegene Nebenkosten, Mieterhöhungen oder Streit über Mängel. 

Hier sei zudem ein verändertes Verhalten zu beobachten. Viele Kunden setzten ihre Ansprüche bereits bei kleineren, dreistelligen Beträgen rechtlich durch. "Hierbei wird deutlich, dass die finanziellen Puffer der Verbraucher sichtbar schrumpfen", sagte Hanno Petersen, Vorstand Konzern IT und Operations, einer Mitteilung zufolge.

Arbeitsplatz als Unsicherheitsfaktor

Auffällig sei zudem die starke Zunahme von Kündigungsschutzklagen um 33 Prozent allein im Jahr 2025. "Wir stellen fest, dass nicht mehr vornehmlich Kunden mit niedrigen Einkommen betroffen sind, sondern auch immer mehr mit mittleren und auch höheren Einkünften", so Petersen.

Insgesamt seien in den vergangenen fünf Jahren die Auseinandersetzungen im Bereich Arbeit um knapp zwei Drittel (63 Prozent) und in der Sparte Miete/Wohnen sogar um drei Viertel (74 Prozent) angestiegen. Allein im vergangenen Jahr habe das Plus beim Arbeitsrecht 11,1 Prozent und beim Mietrecht 15,1 Prozent betragen. Die Arag hat laut eigenen Angaben im vergangenen Jahr in Deutschland in mehr als 765.000 Rechtsschutzfällen Unterstützung geleistet.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.