AOK: Krankheitstage auf hohem Niveau

Über 20 Tage waren AOK-Versicherte im vergangenen Jahr im Schnitt krankgeschrieben. Das Fehlzeiten-Niveau ist seit 2022 hoch. Die Krankenkasse sieht einen zentralen Grund.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Die Anzahl der Krankheitstage ist bei AOK-Versicherten 2025 leicht gesunken.
Die Anzahl der Krankheitstage ist bei AOK-Versicherten 2025 leicht gesunken. © Sina Schuldt/dpa
Berlin

Versicherte bei der Krankenkasse AOK waren im vergangenen Jahr im Schnitt 23,3 Tage krankgeschrieben. "Damit liegen die Fehlzeiten leicht unter dem Niveau des Vorjahres mit 23,9 Krankheitstagen und etwa einen Tag unter dem bisherigen historischen Höchststand von 2022 mit 24,5 Tagen", teilte das Wissenschaftliche Institut der AOK Wido mit. In jenem Jahr waren die Fehlzeiten im Vorjahresvergleich deutlich angestiegen. Seither gingen sie zwar wieder zurück, liegen aber noch deutlich über dem Niveau von 2021. 

Zentraler Grund für den sprunghaften Anstieg sei ein statistischer Effekt mit der Einführung der elektronischen Krankschreibung im Jahr 2022 gewesen, teilte das Wido mit. Diese habe dazu geführt, dass vor allem kurzzeitige Erkrankungen vollständiger erfasst werden. "So wurden seit 2022 deutlich mehr AU-Tage aufgrund von Erkrankungen bis 14 Tage verzeichnet", teilte das Wido weiter mit.

Akute Atemwegserkrankungen waren mit mehr als 80 Prozent der Hauptgrund für Krankschreibungen. Im Schnitt waren Versicherte mit dieser Diagnose 5,7 Tage pro Fall krankgeschrieben. An zweiter Stelle kamen Muskel-Skelett-Erkrankungen mit knapp 40 Prozent.

Neben der Einführung der elektronischen Krankschreibung sei die Zunahme an psychischen Erkrankungen mit besonders langen Ausfallzeiten ein weiterer Faktor für das anhaltend hohe Niveau an Fehlzeiten. "Im Vergleich zu den anderen Diagnosegruppen sind die psychischen Erkrankungen mit durchschnittlich 28,5 Arbeitsunfähigkeitstagen je Fall zudem mit den längsten Ausfallzeiten verbunden", hieß es.

Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hatte schon im Januar ähnliche Entwicklungen bei Krankheiten und Fehlzeiten der eigenen Versicherten festgestellt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.