Anta-Manager leitet Puma-Aufsichtsrat

Der chinesische Sportartikel-Konzern ist seit wenigen Wochen größter Aktionär beim fränkischen Rivalen Puma. Jetzt leitet ein Anta-Mann auch die Geschicke im Aufsichtsrat des Traditionsunternehmens.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Der größte Aktionär des Sportartikelunternehmens Puma kommt jetzt aus China. (Archivbild)
Der größte Aktionär des Sportartikelunternehmens Puma kommt jetzt aus China. (Archivbild) © Daniel Löb/dpa
Herzogenaurach

Der neue chinesische Großaktionär Anta Sports hat im Aufsichtsrat des traditionsreichen fränkischen Sportartikelherstellers Puma den Vorsitz neu besetzt. Chef des Gremiums ist jetzt der 50 Jahre alte Anta-Manager Dennis Tao, wie Puma nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung mitteilte. Tao tritt die Nachfolge von Héloïse Temple-Boyer an. Die französische Artemis SAS hatte den Verkauf ihres Aktienpakets von 29,06 Prozent der Puma-Anteile an Anta Anfang Oktober abgeschlossen. 

Neben Dennis Tao wurde Jeanne Huang (56), die ebenfalls bei Anta tätig ist, zum Mitglied des Puma-Aufsichtsrats bestellt. Für sie räumt der bisherige stellvertretende Vorsitzende Jean-Marc Duplaix seinen Posten. Die gerichtlichen Bestellungen von Dennis Tao und Jeanne Huang gelten nach Angaben des Unternehmens bis zur Hauptversammlung im Mai 2027.

Puma, einst Nummer drei der Welt in der Sportartikelbranche hinter dem US-Marktführer Nike und dem Lokalrivalen Adidas, hatte zuletzt erhebliche wirtschaftliche Probleme. Das Unternehmen rutschte in die Verlustzone und musste Umsatzeinbußen hinnehmen. 2025 wurden nur noch 7,3 Milliarden Euro erlöst und ein Rekordverlust eingefahren. Im Ranking der Sportartikelkonzerne rutsche Puma ab und rangiert derzeit deutlich hinter seinem eigenen Großaktionär Anta. Puma will am 30. Oktober seine Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres bekanntgeben.

Anta auf Wachstumskurs

Anta ist dagegen seit Jahren auf Wachstumskurs und kaufte in den USA und in Europa teils bekannte Sportartikelmarken wie Wilson (Tennis, Golf), Arcteryx (Outdoor), oder Atomic (Ski) auf. Puma erhofft sich von der Übernahme unter anderem bessere Erkenntnisse über den wichtigen chinesischen Sportartikelmarkt - dieser gilt in der Branche nicht nur als weltgrößter Markt, sondern auch als der mit dem größten Wachstumspotenzial.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.