Aldi und andere Discounter: Anbeißen im Billig-Bistro

Ob Fisch oder Fleisch: Kunden können sich bei Aldi bald bekochen lassen – auch andere Discounter werben außergewöhnlich.
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Die Visualisierung zeigt das erste Pop-up-Bistro: Drei Monate lang werden Besuchern in Köln Gerichte und Getränke aus dem Aldi-Süd-Sortiment angeboten.
ALDI-Süd/dpa Die Visualisierung zeigt das erste Pop-up-Bistro: Drei Monate lang werden Besuchern in Köln Gerichte und Getränke aus dem Aldi-Süd-Sortiment angeboten.

Ein Menü aus Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch für den Einheitspreis von 7,99 Euro – das bekommen Gäste des neuen Aldi-Bistros. Dazu gibt es sogar Kaffee und Weine. Getränke aber kosten extra.

Mit diesem Konzept buhlt der Discounter Aldi Süd in Köln um Kunden. Vom 26. April an wird der Billiganbieter drei Monate lang in einem Containerbau am Kölner Mediapark Menüs anbieten, bei denen alle Zutaten aus dem Aldi-Sortiment stammen. Nach drei Monaten soll die Gaststätte dann in eine andere Stadt weiterziehen, wie Aldi am Montag mitteilte.

Nur ein Beispiel für ungewöhnliche Werbung

Das Aldi-Bistro ist das jüngste Beispiel für eine ganze Welle ungewöhnlicher Aktionen, mit denen die Discounter in Deutschland auf sich aufmerksam zu machen versuchen.

Bereits 2016 hatte Aldi Konkurrent Lidl mit einem Pop-up-Store auf Hamburgs Edel-Einkaufsmeile Neuer Wall für Schlagzeilen gesorgt. In direkter Nachbarschaft von Luxusmarken wie Gucci und Chanel hatte Lidl dort seine Textil-Eigenmarke Esmara verkauft . Aldi schickte wenig später Designerin Jette Joop mit einem Fashion-Truck durch drei deutsche Großstädte, um für deren jüngste Aldi-Kollektion zu werben.

Aktuell wirbt der Discounter Netto auf Facebook und Youtube mit einem aufwendig inszenierten Oster-Video um die Gunst der Kunden. Dabei geht es nicht um Produkte und Preise, sondern um die "wahre" Geschichte des Osterhasen und die Frage, wieso ein Hase Eier legen kann. Das Ostermärchen wurde bereits mehr als 19,5 Millionen Mal angeklickt.

"Loyalität der Kunden zu Aldi stärken"

Auch das Aldi-Bistro soll in erster Linie "die Loyalität der Kunden zur Marke Aldi stärken", wie die Aldi-Süd-Marketing-Direktorin Sandra Sibylle Schoof sagt.

Insgesamt soll die Pop-up-Gaststätte auf 90 Quadratmetern Platz für 50 Gäste bieten.

Laut einer aktuellen Marktanalyse der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg lohnt sich der Werbeaufwand der Discounter. Danach entwickelten sich die Umsätze bei den Billiganbietern im Vergleich mit den Lebensmittel-Supermärkten oder den SB-Warenhäusern im Januar und Februar dieses Jahres deutlich besser.

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