Zuse Z3: Erster Computer der Welt wurde vor 80 Jahren vorgestellt

Unglaubliche 80 Jahre ist es bereits her, dass der erste Computer der Welt vorgestellt wurde. Entwickelt wurde der Digitalrechner von einem Deutschen: Konrad Zuse.
| (wue/spot)
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Horst Zuse, Konrad Zuses Sohn, mit einem Nachbau der Z3 in Berlin
Horst Zuse, Konrad Zuses Sohn, mit einem Nachbau der Z3 in Berlin © imago/Mauersberger

PCs, Laptops, Smartphones oder auch Tablets sind im Leben der meisten Menschen seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit. Fragt man den durchschnittlichen Nutzer, dürfte er im Regelfall aber kaum wissen, vor wie langer Zeit der erste funktionsfähige Computer der Welt erfunden wurde. Am 12. Mai 1941, also vor genau 80 Jahren, stellte Konrad Zuse (1910-1995) mit der Z3 den ersten funktionierenden und programmgesteuerten Digitalrechner der Welt vor.

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Nachdem der im Sommer 1910 geborene Zuse sein Studium abgeschlossen hatte, arbeitete er zunächst für die Henschel Flugzeug-Werke bei Berlin. Bald sollte er sich jedoch in die Selbstständigkeit begeben und in der Wohnung seiner Eltern an seiner Idee eines "mechanischen Gehirns" herumtüfteln. Dabei entstand 1938 die Rechenmaschine Z1, ein Vorläufer des modernen Computers, die "jedoch die meiste Zeit verklemmt" war, wie im Blog des Heinz Nixdorf MuseumsForums nachzulesen ist.

1939 folgte der fertiggestellte Prototyp der Z2 bei dem Zuse bereits auf Relaistechnik setzte. 1941 wurde dann die Z3 vorgestellt, in deren Speicher- und Rechenwerk demnach bereits 2.000 Relais steckten. Über ein Schaltpult konnten Zahlen ein- und ausgegeben werden, über gelochte Filmstreifen erfolgte die Programmierung. Später arbeitete Zuse zudem unter anderem an der weiterentwickelten Z4.

Kann man die Z3 begutachten?

Wer ein Stück Computergeschichte begutachten möchte, kann leider keinen Blick auf die Original-Z3 werfen, die niemals wirklich zum Einsatz kam, da sie durch Bombenangriffe auf Berlin im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Einen Nachbau der Z3 und die Z4, die gerettet werden konnte, befinden sich allerdings im Deutschen Museum in München. Auf der Homepage des Museums heißt es dazu unter anderem: "Mit ihren verglasten Schränken aus Holz und Pappe, ihren verschnürten und verschraubten Kabelbäumen oder auch der funkensprühenden Impulswalze vermitteln die beiden Maschinen die unsichtbar enthaltenen genialen Ideen des bekannten Erfinders in besonderer Weise."

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