Zeitung: OpenAI warnt Mitarbeiter vor Sexfallen

Sexfallen gehören zum traditionellen Arsenal von Geheimdiensten. Jetzt warnt die ChatGPT-Firma OpenAI ihre Beschäftigten, dass sie ins Visier geraten könnten.
dpa |
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Müssen Mitarbeiter des ChatGPT-Entwicklers Spione fürchten? (Archivbild)
Müssen Mitarbeiter des ChatGPT-Entwicklers Spione fürchten? (Archivbild) © Hendrik Schmidt/dpa/dpa-tmn
San Francisco

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI warnt laut einem Zeitungsbericht Mitarbeiter, dass sie zum Ziel von Spionen werden könnten - auch über sexuelle Annäherung. Solche sogenannten "Honigfallen", für die Geheimdienste berüchtigt sind, seien Thema in einigen Schulungen für Beschäftigte gewesen, schrieb das "Wall Street Journal". 

Außerdem würden Mitarbeiter gewarnt, dass ihnen Geld für Geschäftsgeheimnisse geboten werden könne - oder ihre Unterhaltungen in Cafés belauscht werden könnten, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Auch Beschäftigte anderer KI-Schwergewichte bekämen solche Warnungen zu hören. Mitarbeitern von OpenAI werde zudem empfohlen, sich draußen nicht mit Logos der Firma zu zeigen und selbst im Büros keine Informationen auf Whiteboards zu hinterlassen - für den Fall, dass Putzkräfte zum Ausspähen angeworben seien.

Scharfer KI-Wettlauf

Die großen amerikanischen KI-Labore führen bei der Technologie und stehen in einem scharfen Wettbewerb untereinander. Das nährt die Sorge zum Ziel von Agenten aus anderen Ländern oder von Industriespionage durch die Konkurrenz zu werden. In der Branche arbeiten zu einem großen Teil junge Leute. Zum Stereotyp des Silicon Valley gehört auch der hohe Anteil von Männern, die gewiefter im Umgang mit Computern als in zwischenmenschlichen Beziehungen sind. Tech-Unternehmen in den USA sind bereits in der Vergangenheit zum Ziel von Spionage-Aktivitäten geworden.

Erst vor wenigen Tagen wurde ein Mitarbeiter von OpenAI festgenommen. Dem Bürger Saudi-Arabiens wird vorgeworfen, eine Aufnahme-Vorrichtung in einem vom Top-Management genutzten Konferenzraum in San Francisco platziert zu haben. Zum Ziel dieser Aktion gab es bisher keine Angaben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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