Zehn unglaubliche Fakten über Google-Mastermind Larry Page

Google ist in gerade einmal 16 Jahren zum absoluten Giganten unter den Unternehmen aufgestiegen. Zu verdanken ist das einem Mann: Visionär Larry Page.
| (stk/spot)
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Garant des Erfolgs: Google-Gründer Larry Page
imago stock&people Garant des Erfolgs: Google-Gründer Larry Page

394 Milliarden Dollar wert, Eigentümer von Android und Youtube - Google ist in gerade einmal 16 Jahren zum absoluten Giganten unter den Unternehmen aufgestiegen. Zu verdanken ist das einem Mann: Visionär Larry Page. Zehn interessante Fakten über den Firmenmitbegründer gibt es hier nachzulesen.

Silicon Valley - Der Begriff "googlen", um etwas via Suchmaschine im Internet zu finden, ist längst in den alltäglichen Sprachgebrauch übergegangen. Der Mann hinter dem Erfolg des Giganten Google, welcher sich in der knapp 16-jährigen Unternehmensgeschichte weitere Erfolgsgaranten wie Android oder Youtube einverleibte, ist Larry Page (41). Das introvertierte Genie hatte bereits im Alter von 24 Jahren, als er die Firma mit Freund Sergey Brin gründete, bahnbrechende Ideen und die nötigen Ambitionen, diese in die Tat umzusetzen. Die Nachrichtenagentur spot on news zeigt auf zehn interessante Fakten zu dem Multimilliardär.

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Pages großes Vorbild war Nikolai Tesla

Es ist das Jahr 1985. Ein 12-jähriger Larry Page hat gerade die Biografie des bahnbrechenden Erfinders Nikolai Tesla durchgelesen. Es soll dieser Augenblick gewesen sein, als der Sohn zweier Professoren der Computerwissenschaft zu der Erkenntnis gelangte: Eine bloße Vision für innovative neue Technologien ist nicht genug, sie sind auch an kommerziellen Erfolg gebunden. Als Tesla, der Erfinder des Wechselstroms, wie wir ihn heute kennen, starb, war er alleine und verschuldet. Page realisierte in diesen jungen Jahren, dass er auch ein erfolgreicher Geschäftsmann sein muss, wenn er seinen Traum als Erfinder verwirklichen will.

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Die Idee für die Suchmaschine kam Page im Traum

Zwei Jahre vor der Firmengründung 1998 soll Page dank eines Traums auf die revolutionäre Idee einer Suchmaschine gekommen sein, die sämtliche Seiten des Internets einem Ranking unterzieht und so die besten Suchergebnisse verspricht. Noch in derselben Nacht arbeitete er einen Logarithmus heraus, der unter dem Namen PageRank seine Suchmaschine BackRub unterstützte und das Surfen im Internet deutlich erleichterte. 2001 entschloss man sich dann dazu, der Suchmaschine einen neuen Namen zu spendieren: Google.

1997 sollte alles für eine Million Dollar verkauft werden

Weder Larry Page noch Mitbegründer Sergey Brin strebten zu Beginn ihrer Karriere die Gründung eines großen Unternehmens an. Sie entwickelten stattdessen die Idee für ihre Suchmaschine und sahen sich danach prompt nach einem Käufer um. Dieser hieß ausgerechnet Yahoo, zeigte sich aber nicht bereit, die verlangte Summe von einer Million Dollar zu zahlen. Als der Erfolg des Programms 2002 nicht mehr von der Hand zu weisen war, machte Yahoo ihrerseits eine Offerte von drei Millionen Dollar, welche das inzwischen gefestigte Unternehmen Google dankend ablehnte. Heutzutage soll der Internetgigant rund 394 Milliarden Dollar wert sein - Rang zwei hinter Apple.

Google startete als klassisches Garagen-Unternehmen

1998 beschlossen Page und Brin, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, hauptsächlich weil sich kein Käufer für ihre Idee fand. Von Freunden und Familienmitgliedern kratzen die beiden Visionäre knapp eine Million Dollar zusammen, zogen weg vom Stanford Campus und mieteten sich ein Garagenabteil, um dort an der Umsetzung ihrer Pläne zu tüfteln. Brin erwies sich als genau der richtige Partner, um den introvertierten Page nach außen zu vertreten. Nur ein Jahr später entwuchsen sie so bereits der Garage und konnten sich in einem kleinen Bürogebäude einmieten.

Page revolutionierte die Server-Kapazitäten

Für Unternehmen wie Google ist es Gang und Gebe, Serverräume anzumieten, um dort ihre Daten zu speichern. Dabei zahlen die Webseitenbetreiber für die Quadratmeter der untergebrachten Server, was Page auf eine Idee brachte. Er stopfte so viele Server wie möglich auf engem Raum, um so Geld zu sparen. Er nahm die Server dabei stückweise auseinander und suchte so nach einer Möglichkeit, sie effizienter und platzsparender zu machen. Als erstes schaffte er den Ausschalter ab - "Warum sollte man jemals einen Server ausschalten wollen", soll Page damals verdutzt gefragt haben. Allem unnötigen Ballast entledigt konnte Google so für denselben Preis 1500 Server unterbringen, für den Konkurrent Inktomi nur 50 platzieren konnte. Das verschaffte Google den entscheidenden Geschwindigkeitsvorsprung gegenüber den Mitbewerbern.

Die Idee für Google Street View entstand bereits 1998

Google war noch nicht dem Status eines Garagenunternehmens entwachsen, da experimentierte Page bereits mit einer Idee, die 2007 tatsächlich das Licht der Welt erblickte: Google Street View. Einen ganzen Tag lang steuerte Page seinen Wagen samt einer handgehaltenen Kamera durch seinen Heimatort. Er fuhr einige Schritte, machte Fotos, und wiederholte diesen Vorgang hunderte Male. Danach lud er die Bilder auf seinen Computer hoch und kam zu der Schlussfolgerung, dass sein Vorhaben tatsächlich umsetzbar zu sein scheint: Eine digitale Kartographie der gesamten Welt. Neun Jahre später feierte die Straßenansicht Premiere in den USA, 2010 - und einige Datenschutz-Debatten später - kam Google Street View dann nach Deutschland.

Page wollte Steve Jobs als Google-CEO

Im Jahr 1999 hätte es beinahe einen denkwürdigen Machtwechsel bei Google gegeben. Weil sich Investoren einig waren, dass Page als CEO Abdanken sollte, um ein anderes Aufsichtsamt zu übernehmen und so Platz für eine weitere starke Persönlichkeit zu schaffen, soll Page diesem Unterfangen unter der Bedingung zugestimmt haben, dass nur Steve Jobs sein Amt übernehmen darf. Page galt schon zu Studienzeiten als absoluter Kontroll-Freak und wollte so wenig Entscheidungsgewalt wie möglich in andere Hände geben. Als der Deal mit den Investoren aber zu platzen drohte, gab sich Page doch mit einem anderen Namen zufrieden.

2001 feuerte Page alle Projekt-Manager

Im Jahr 2001 zeigte Page eindrucksvoll, dass er kein Freund von zu vielen Entscheidungsträgern ist. Sein Nachfolger als CEO, der bereits 1999 ermittelt wurde, sollte sein Amt erst im Juli 2001 antreten - bis dahin hatte Page noch alleinige Entscheidungsgewalt. Weil ihm aber die Zwischenstufe der Projekt-Manager ein Dorn im Auge war, die zwischen Senior-Managern und Software-Entwicklern vermitteln sollten, trommelte er eines Tages kurzerhand alle Angestellten zusammen. Ohne Vorwarnung wurde dabei verkündet, dass alle Entwickler nun direkt Page unterstellt seien - alle Projekt-Manager seien dagegen entlassen. Weil sämtliche Mitarbeiter aber auf die Barrikaden gingen - Entwickler inbegriffen - wurden die betroffenen Mitarbeiter stattdessen in eine andere Abteilung versetzt.

Page ersann das Smartphone bereits 2005

Ähnlich wie seine Ambitionen, die Welt per Google Street View ins Internet zu bannen, wollte Page das Internet wiederum frühzeitig für jedermann zugänglich in die Hosentasche verfrachten. Dabei stach ihm ein kleines Start-Up-Unternehmen ins Auge, das ähnlich hohe Ansprüche wie er selbst an den Tag legte. Dieses frisch gegründete Unternehmen hieß Android und sollte sich ab dem Kauf durch Google 2005 zu Apples größtem Konkurrenten im Sektor der Smartphone-Betriebssysteme mausern.

Page hat fünf simple Erfolgsgeheimnisse

Der immense Erfolg von Google scheint auf fünf kleinen Grundsätzen zu fußen, die Page einst verlauten ließ. "Niemals delegieren - mach so viel wie möglich selbst, um Dinge voranzutreiben", ist etwa sein erster Grundsatz. "Niemals im Weg stehen, wenn man nichts Gewinnbringendes zu einem Sachverhalt beisteuern kann. Lasst die Leute, die die tatsächliche Arbeit machen, miteinander reden, während man selbst etwas anderes macht." Sein dritter Punkt, kurz und knapp: "Kein Bürokrat sein". An vierter Stelle erklärt er: "Ideen sind wichtiger als Alter. Nur weil jemand jung ist, heißt das nicht, dass er keinen Respekt und Unterstützung verdient." Abgeschlossen wird sein kurzer Unternehmensguide mit den Worten: "Das Schlimmste, was man zu jemanden sagen kann, ist 'Nein. Punkt'. Wenn man 'nein' sagt, muss man dabei helfen, eine bessere Lösung zu finden."

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