Xiaomi feiert IFA-Premiere und rückt seine Autos ins Rampenlicht

Xiaomis IFA-Premiere in Berlin fällt groß aus. Auf mehr als 3.300 Quadratmetern zeigt der chinesische Technologiekonzern nach eigenen Angaben über 380 Produkte, Technologien und Live-Demonstrationen. Das Spektrum reicht von Smartphones und Haushaltsgeräten bis zu Künstlicher Intelligenz. Einen besonders prominenten Platz nimmt dabei jedoch ein noch vergleichsweise junger Geschäftsbereich ein: Xiaomi Auto.
Gleich mehrere Fahrzeuge bringt Xiaomi mit nach Berlin. Sie sollen zeigen, welche Rolle das Auto künftig im hauseigenen Ökosystem "Human x Car x Home" spielen soll. Dahinter steht die Idee, persönliche Geräte, Smart Home und Fahrzeug möglichst eng miteinander zu vernetzen.
Xiaomi Auto kündigt den Marktstart in Europa für das Jahr 2027 an. Auf der IFA in Berlin wurden dazu Absichtserklärungen mit acht führenden deutschen Autohandelsgruppen unterzeichnet. Sie markieren den ersten Schritt zum Aufbau eines Vertriebs- und Servicenetzwerks für den europäischen Markt.
Vom Hypercar-Konzept bis zum SU7 Ultra
Auf der IFA zeigt Xiaomi zugleich, was der Autobereich zu bieten hat. Der auffälligste Hingucker dürfte das Xiaomi Vision Gran Turismo sein. Das Elektro-Hypercar-Konzept wurde für die Rennspielreihe "Gran Turismo" entwickelt und zeigt, welche Ideen Xiaomi bei Design, Aerodynamik und digitaler Interaktion verfolgt. Das Fahrzeug ist dabei bewusst als Zukunftsstudie angelegt und kein konkreter Ausblick auf ein unmittelbar bevorstehendes Serienmodell.
Deutlich näher am aktuellen Autogeschäft sind die beiden weiteren Modelle am Stand. Xiaomi präsentiert den SU7 Max sowie den SU7 Ultra. Letzterer gilt als technologisches Aushängeschild des Unternehmens und wurde unter anderem auf der Nürburgring-Nordschleife erprobt. Dort stellte der SU7 Ultra im April 2025 den damaligen offiziellen Rundenrekord in der Kategorie "Electric Executive Car" auf.
Doch Leistung und Design sind nur ein Teil dessen, was Xiaomi auf der IFA mit seinen Autos zeigen will. Ebenso wichtig ist die Vernetzung mit anderen Geräten. So präsentiert das Unternehmen beispielsweise ein Szenario, bei dem das System während der Heimfahrt anhand von Standort, Uhrzeit und Wetter bereits Beleuchtung und Klimaanlage zu Hause anpasst. Langfristig soll das Fahrzeug damit ebenso selbstverständlich Teil des vernetzten Alltags werden wie Smartphone oder Smart-Home-Technik.
Dass Xiaomi sein Autogeschäft inzwischen kräftig ausbaut, zeigen auch die Stückzahlen. Seit dem Marktstart im März 2024 wurden nach Unternehmensangaben auf dem chinesischen Festland mehr als 700.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Der Start von Xiaomi Auto in Europa und damit auch in Deutschland ist für 2027 geplant.
Der erste große IFA-Auftritt gibt damit zugleich einen Vorgeschmack auf Xiaomis weitere Pläne für Europa. In Berlin präsentiert sich die Marke längst nicht mehr nur als Anbieter von Smartphones und Smart-Home-Technik, sondern zunehmend auch als Autobauer.